Heinz Bix (links) und Andreas Schneider-Dölker treten ab. Foto: factum/

Zwei altgediente Akteure der SPD-Fraktion scheiden aus – und ziehen Bilanz.

Sindelfingen - Auch in der SPD-Fraktion im Sindelfinger Rathaus ändert sich in der kommenden Legislaturperiode so einiges. Mehrere Räte treten nicht mehr an, darunter zwei politische Schwergewichte: der Fraktionschef Andreas Schneider-Dölker sowie Heinz Bix, der knapp 30 Jahre im Gremium mitgewirkt hat. Bix, Jahrgang 1945, verlässt nur schweren Herzens das Stadtparlament, dem er seit 1990 angehört. Er ist schwer krank. Trotzdem versucht er, bis zum Ende der Legislaturperiode möglichst keine Sitzung zu versäumen. Die Anfangsjahre als Stadtrat seien hart gewesen, sagt er. „Ich musste mir die Akzeptanz der anderen erst erkämpfen.“ Die Übernahme der Wohnstätten durch die Stadt war sein persönliches Highlight. Bezahlbare Wohnungen für alle war ihm stets ein Anliegen.

Soziale Fragen im Mittelpunkt

Andreas Schneider-Dölker ist so etwas wie die kritische Stimme im Gremium. Bei Vorlagen der Verwaltung fragt er stets genau nach, gibt sich nicht mit einfachen Antworten zufrieden. Als SPD-Rat interessieren ihn die sozialen Belange: gute Kitas, günstige Gebühren für die Bürger, gute Arbeitsbedingungen für die städtischen Mitarbeiter. Doch auch bei technischen und finanziellen Fragen kann er mitreden, ist er doch selbst im Bauamt der Stadt Esslingen in verantwortlicher Position. Das ist auch der Grund, warum er nach 15 Jahren nicht wieder antritt. Die beruflichen Belastungen und die als Stadtrat seien im Moment nicht miteinander zu vereinbaren. Das persönliche Highlight seiner Amtszeit: die Gründung der gemeinsamen Fernwärmegesellschaft mit Böblingen. Sein größtes Ärgernis im Gremium: „Die mangelnde Disziplin mancher Räte, die zum fünften Mal wiederholen, was schon vier andere gesagt haben und so die Sitzung in die Länge ziehen.“

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