Der neue Stuttgarter Gemeinderat nimmt am 25. Juli seine Arbeit auf. Foto: Lg/Leif Piechowski

Noch bevor sich der neue Stuttgart Gemeinderat Ende Juli konstituiert, gibt es bereits den ersten Wechsel bei der Jungen Liste, die erstmals in das Stadtparlament eingezogen ist.

Stuttgart - Drei Wochen vor der konstituierenden Sitzung am 25. Juli soll es bereits die erste Veränderung im neu gewählten Gemeinderat geben. Julia Schmid, die über die Junge Liste mit 16.207 Stimmen am 26. Mai erstmals und als einzige Vertreterin der Liste in das 60-köpfige Stadtparlament gewählt worden ist, hat ihren Nichteintritt aus wichtigem Grund erklärt.

Schmid (25) studiert Betriebs- und Volkswirtschaftslehre an der Uni Hohenheim, 2015 hatte sie ihr Studium der Wirtschaftswisschenshaften an der Uni Würzburg mit dem Bachelor of Science abgeschlossen. Schmid, so erklärt die Junge Liste die Absage, sei eine Promotion angeboten worden, „die mit dem Ehrenamt des Gemeinderats zeitlich kaum zu vereinbaren ist“. Auch private Gründe lägen für den Nichteintritt vor. Über ihn entscheidet der Gemeinderat an diesem Donnerstag.

Die Studentin hatte bei der Wahl den Spitzenkandidaten Christian Walter (29) um 52 Stimmen verdrängt. Der Gymnasiallehrer an einer Stuttgarter Gemeinschaftsschule war 2014 über die Studentenliste als damals jüngster Stadtrat in den Rat eingezogen, nun rückt er nach. „Wir haben unsere Liste in Januar aufgestellt, das Angebot für sie kam praktisch zur Wahl“, sagt Walter. Er selbst hat entschieden, als Lehrer auf ein nur noch rund 60-prozentiges Deputat zu reduzieren. „Die Stadtratsarbeit ist mindestens ein Halbtagsjob“, so Walter. Im Rat will die Junge Liste zusammen mit Stadtisten und der Einzelstadträtin von Die Partei eine Fraktionsgemeinschaft (vier Räte) bilden.

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