Hausleiter Jo Ungemach hat sich letztlich gegen die Initiative entschieden und möchte stattdessen beim Jugendamt einen Zuschuss beantragen. Foto: Steinert

Ein Limonadenproduzent gibt Geld. Eine Bürgerinitiative will aber keines.

S-West Der Aufruf, bei einer Online-Abstimmung dem Abenteuerspielplatz an der Schwabstraße zu Spendengeldern in Höhe von mindestens 1000 oder vielleicht sogar 5000 Euro zu verhelfen, hatte einige Leser motiviert, aktiv zu werden. Aber auf den Plattformen von Facebook, des Deutschen Kinderhilfswerks oder des Tüv Rheinland, bei denen abgestimmt werden kann, ist der Abenteuerspielplatz nicht wie angekündigt zu finden.

Noch kurz vor Abstimmungsbeginn hatte der Hausleiter an der Schwabstraße, Jo Ungemach, auf Anfrage dieser Zeitung erklärt, dass das Geld der Fanta-Spielplatz-Initiative gut für die Sanierung der Schaukeln und des Bauwagens gebraucht werden könne. Dann aber hat die Bürgerinitiative „Platz für Kinder“, die den Spielplatz betreibt, die Bewerbung doch wieder zurückgezogen. Das war über den Getränkekonzern zu erfahren.

Die Teilnahme an der Aktion „100 Spielplätze in 100 Tagen“ des Limonadenherstellers hatten Mitarbeiter des Spielplatzes ins Rollen gebracht. 147 Spielplätze hatten sich bundesweit beworben, 100 kommen über die Onlineabstimmung an das Fördergeld. Ungemach begründet den Rückzug damit, dass noch Unterlagen hätten nachgereicht werden müssen. Außerdem wolle der Spielplatz auf seiner Homepage nicht für die Abstimmung werben. Vorstand und er hätten deshalb abgesagt. „Wir wollen lieber Zuschüsse beim Jugendamt beantragen“, sagt Ungemach. „Die Bewerbung haben junge Mitarbeiter abgeschickt, als ich krank war.“ Schließlich hätten bei ihm und beim Vorstand die Zweifel daran überwogen, auf diese Weise Geld anzunehmen.

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