Der Neubau für den Abenteuerspielplatz Neu-Stein-Hofen muss in der Planung verändert werden. Es gibt weniger Gelder. Foto: Archiv

Der Stuttgarter Sparhaushalt macht auch bei den Abenteuerspielplätzen nicht Halt. Das Haus für Neugereut, Steinhaldenfeld und Hofen muss in der Planung verändert werden.

Die neue Leitung des Abenteuerspielplatzes Neu-Stein-Hofen, Carina Sarandrea und Sebastian Kudla, hat im Bezirksbeirat über die aktuelle Lage der Einrichtung informiert und deren Bedeutung für die außerschulische Bildung hervorgehoben – von der Frühbetreuung der Verlässlichen Grundschule bis hin zu den Ferienprogrammen. Der Abenteuerspielplatz sei ein Platz für alle Generationen, erklärten sie. Weiterhin gebe es Probleme durch die Hanglage, die dafür sorge, dass es im Gebäude immer wieder Überschwemmungen gebe und das Spielhaus unter Wasser stehe. Wegen der angeschlagenen Bausubstanz soll das Haus neu gebaut werden.

 

Auf den dringenden Erneuerungsbedarf wurde auch kurz vor den Haushaltsplanberatungen im Dezember 2025 von verschiedenen Seiten hingewiesen. Sarandrea dankte denen, die sich für den Neubau stark gemacht haben, insbesondere der CDU-Bezirksbeirätin Monika Kurfeß. Bezirksvorsteher Ralf Bohlmann erklärte, dass nach den Haushaltsplanberatungen klar sei, dass man aufgrund der finanziellen Einsparungen jetzt einen Bau für nur noch rund eine Million Euro planen könne und diese „abgespeckte Planung“ in Abstimmung mit den unterschiedlichen Ämtern sei.

Die Leitenden machten deutlich, dass es ihnen wichtig ist, dass sie ihren Bildungsauftrag umsetzen können. Auch hätten sie zunehmend mehr hungrige Kinder, die auf den Platz kämen. Zugleich habe der Preis für das Essen in der Einrichtung von 2,50 auf 3 Euro erhöht werden müssen aufgrund gestiegener Kosten im Einkauf.

Die Abstimmung über den Sparhaushalt im Dezember 2025 im Stuttgarter Gemeinderat. Foto: Lichtgut

Reservierte Gelder sind nicht in den neuen Haushalt übertragen worden

Nachfragen aus dem Gremium gab es unter anderem zu möglichen Öffnungszeiten auch an Sonntagen sowie zu ursprünglich bereitgestellten Geldern für das Projekt in Höhe von 2,7 Millionen Euro, die nicht geflossen seien. Bohlmann erklärte, dass die Gelder, die reserviert wurden, nicht in den neuen Haushalt übertragen worden seien. Warum, blieb unklar. Der Gemeinderat habe entschieden, bei allen Mitteln zu kürzen, was die SPD-Stadträtin Jasmin Meergans bestätigte. Bohlmann erklärte: „Es war für uns dramatisch. Die Mittelkürzung trifft auch die Vereine.“