Auch die Social-Media-Plattform Instagram hat ein Mindestalter. Foto: Nopparat Khokthong / shutterstock.com

Erfahren Sie in diesem Artikel, wie alt man für Instagram sein muss und wie Sie sich und Ihr Kind vor gefährlichen Nutzern schützen können.

Eine Altersbeschränkung bei Social-Media-Kanälen wie Facebook, TikTok oder Instagram soll unter anderem Kinder und Jugendliche vor den Gefahren des Internets schützen. Doch ab wie viel Jahren darf man sich bei Instagram anmelden? Wo das Mindestalter liegt, welche Gefahren es gibt und welche Sicherheiten Instagram den Minderjährigen bietet und Tipps für die eigene Sicherheit auf der Plattform erfahren Sie in diesem Artikel.

Wie alt muss man sein, um Instagram nutzen zu dürfen?

Um Instagram nutzen zu können, muss ein Kind ein Mindestalter von 13 Jahren erreicht haben. Bei der Registrierung ist das Alter anzugeben, somit kann ein Konto nur erstellt werden, wenn das Kind das 13. Lebensjahr erreicht hat. Da das Alter nicht überprüft wird, könnten sich unter 13-Jährige jedoch theoretisch als älter ausgeben.

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Welche Gefahren gibt es für Jugendliche auf Instagram?

Instagram bietet neben dem sozialen Austausch auch einige Risiken, die gerade für jüngere Nutzer eine Gefahr sein können:

  • Ungeeignetes Bildmaterial: Freizügige Bilder sind auf Instagram keine Seltenheit. Sexuelle Fotos oder Fotos mit gewalttätigem Inhalt werden zwar von dem Betreiber gelöscht, dies kann manchmal aber auch etwas dauern.
  • Urheberrechtsverletzung: Gerade im jungen Alter ist man sich oft nicht bewusst, was ein leichtsinniger Post anrichten kann. Beispielsweise kann ein Urheberrecht verletzt werden und zu einer hohen Geldstrafe kommen. Nutzern sollte bewusst sein, dass sie nur Bilder und Videos posten dürfen, die selbst gemacht wurden und die nicht gegen Persönlichkeitsrechte anderer verstoßen.
  • Einverständnis von Personen: Ebenso müssen Personen, die auf Fotos oder Videos zu sehen sind, Ihre Zustimmung geben. Lesen Sie weiter: So entferne ich eine Instagram Markierung
  • Achtsamkeit beim Posten: Jüngere Nutzer posten oft Dinge, ohne über die Konsequenzen nachzudenken. Hierbei muss beachtet werden, dass Bilder, die einmal online gegangen sind, immer weiterverbreitet werden können, auch wenn sie wieder gelöscht wurden. Zusätzlich kann es auf Social-Media-Plattformen oftmals zu Beleidigungen und zu Cyber-Mobbing kommen.
  • Kontakt zu unbekannten Personen: Nicht selten versuchen Erwachsene Kontakt mit Minderjährigen aufzunehmen, die nicht immer harmlose Absichten haben können.

Dennoch versucht Instagram, Kinder und junge Erwachsene mit speziellen Funktionen zu schützen, um den möglichen Gefahren bestmöglich entgegenzuwirken.

Features zur Verbesserung des Jugendschutzes auf Instagram

Zur Verbesserung des Jugendschutzes und auch um Gefahren entgegenzuwirken, sind folgende Features auf Instagram vorhanden:

  • Ungewollter Kontakt mit Erwachsenen: Erwachsene können Personen unter 18 Jahren keine direkten Nachrichten schicken, wenn diese sie nicht abonniert haben. Sollte ein Erwachsener dies versuchen, so wird ihm mitgeteilt, dass ein Versenden einer direkten Nachricht nicht verfügbar ist.

Allerdings kann die Sicherheitsfunktion nur umgesetzt werden, wenn das wahre Alter des Nutzers vorhergesagt werden kann. Laut Instagram werden hierfür das angegebene Alter und maschinelles Lernen angewendet.

  • Sicherheitshinweise für Jugendliche: In einigen Ländern wird bereits eine erweiterte Funktion getestet, bei der die Jugendlichen einen Sicherheitshinweis bekommen, wenn ein Erwachsener, der als auffällig gilt, sie per Direktnachricht kontaktiert. Das kann beispielsweise ein Erwachsener sein, der vermehrt Minderjährigen Kontaktanfragen sendet und somit als „auffällig“ eingestuft wird. Der Sicherheitshinweis informiert den Nutzer, dass er die Unterhaltung beenden oder den Nutzer blockieren und/oder melden kann.

Die Sicherheitsvorkehrungen bieten den Minderjährigen die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, mit wem Sie Kontakt aufnehmen möchten. Zusätzlich sind sie besser geschützt.

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Tipps, zum persönlichen Schutz vor gefährlichen Kontakten auf Instagram

Neben den oben genannten Features kann sich jeder Instagram-Nutzer in jedem Alter zusätzlich vor ungewollten Kontaktanfragen und -aufnahmen schützen:

  • Stellen Sie Ihr Profil auf „privat“: Wenn Sie Ihr Profil auf privat stellen, können keine Nutzer außerhalb Ihrer Kontaktliste Kontakt zu Ihnen aufnehmen. Zusätzlich können Nutzer, die Ihnen nicht folgen, Ihre Bilder nicht anschauen. Ist Ihr Profil öffentlich, so können Sie von jedem Nutzer angeschrieben werden und Ihre Bilder sind für alle Nutzer sichtbar.
  • Nehmen Sie nur Leute an, die Sie kennen: Sollten Sie sich unsicher sein, ob sich jemand für eine andere Person ausgibt, so haken Sie bei der Person persönlich nach. Wenn das nicht möglich ist, können Sie das vermeintliche Fake-Profil bei Instagram melden.
  • Überprüfen Sie die Profile Ihrer eingegangenen Nachrichten: Sollte Sie eine Nachricht von einem fremden Profil erhalten, überprüfen Sie dieses, bevor Sie antworten. Wenn Sie sich unsicher sind, nehmen Sie die Nachrichtenanfrage nicht an und löschen Sie die Nachricht. Auch hier können Sie gegebenenfalls das Profil melden und/oder blockieren
  • Überprüfen Sie Ihre Privatsphäre-Einstellungen: Hier können Sie zusätzliche Einschränkungen treffen, beispielsweise können Sie entscheiden, wer Sie markieren oder in einem Beitrag erwähnen darf. Sie können unter anderem beleidigende Kommentare filtern. Alle Funktionen finden Sie unter Einstellungen > Privatsphäre.