Steht der geplante Ausbau der A81 zwischen Sindelfingen-Ost und dem Kreuz Stuttgart auf der Kippe? Böblinger Politiker wollen sich für das Projekt einsetzen.
Weil sich im kommenden Bundeshaushalt finanzielle Lücken auftun, stehen wohl auch Straßenbauprojekte im Südwesten auf dem Prüfstand – darunter auch der geplante Ausbau der A81 zwischen Sindelfingen-Ost und dem Kreuz Stuttgart. Landrat Roland Bernhard, die Oberbürgermeister von Böblingen und Sindelfingen sowie lokale Wirtschaftsvertreter zeigten sich schockiert.
Nun reagieren der CDU-Bundestagsabgeordnete Marc Biadacz und der CDU-Landtagsabgeordnete Matthias Miller mit einer gemeinsamen Pressemitteilung. Man sei zuversichtlich, dass der Ausbau der A 81 am Autobahnkreuz Stuttgart zügig mit den notwendigen finanziellen Mitteln im Bundeshaushalt bedacht werde.
„Gemeinsam haben CDU/CSU und SPD den finanziellen Rahmen für erhebliche Investitionen in unsere Infrastruktur geschaffen. Dementsprechend erwarte nicht nur ich, sondern ebenso die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Böblingen, dass nun auch gebaut wird, was fertig geplant ist“, sagt Marc Biadacz. „Dass die Finanzierung mit dem Haushaltsentwurf 2026 nicht ausreichend sichergestellt werden konnte, ist bedauerlich. Ich werde mich aber mit aller Kraft in den kommenden Verhandlungen für den Bundeshaushalt 2026 dafür einsetzen, die Finanzierung zu sichern.“
Aktuell wird die A81 zwischen Böblingen-Hulb und Sindelfingen-Ost umfangreich ausgebaut, über viele Jahre entstehen mehrere neue Brücken, neue Autobahn-Anschlüsse und im Zentrum ein 850 Meter langer Lärmschutz-Tunnel. Dieses Projekt ist von den zuletzt aufgekommenen Unsicherheiten nicht betroffen – wohl aber die Weiterführung Richtung Kreuz Stuttgart, die sich noch in der Planungsphase befindet. Die ausgebaute A81 dürfe „nach Fertigstellung nicht auf einen Flaschenhals treffen“, ergänzt Matthias Miller. „Die Strecke muss ganzheitlich bis zum Autobahnkreuz Stuttgart gedacht werden.“
Dass der Verkehr auf der A 81 fließen müsse, darin sei man sich einig, heißt es in der Pressemitteilung. Mit dem Haushaltsentwurf 2026 sei noch nicht ausreichend sichergestellt, dass alle bereits baureifen Projekte im Bundesverkehrswegeplan auch umgesetzt werden können. Jetzt würden die Haushaltsberatungen genutzt, um Anpassungen vorzunehmen. „Wir sind Befürworter eines breiten Schulterschlusses aller Beteiligten und sind uns sicher, dass die Finanzierung so sehr bald gesichert sein wird“, so die Abgeordneten abschließend.
Auch Jasmina Hostert, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Böblingen, beteuert ihre Unterstützung: „Der betroffene Abschnitt ist eine der Hauptarterien unseres Bundeslands und diese Wichtigkeit werde ich in Berlin gegenüber meinen Abgeordnetenkollegen und dem Verkehrsminister betonen“, sagt die Böblingerin, „ich werde mich mit Nachdruck für Haushaltsmittel für den weiteren Ausbau der A81 einsetzen.“
Hostert weist zudem darauf hin, dass insgesamt Rekordinvestitionen in das Straßennetz vorgesehen seien: bis 2029 mehr als 160 Milliarden Euro. „ Allein 2025 stellen wir zehn Milliarden Euro für die Bundesfernstraßen zur Verfügung, 1,5 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr – und der Betrag wird bis 2029 auf 10,6 Milliarden Euro anwachsen.“ Sie setze darauf, dass der Verkehrsminister auch die Mittel für den weiteren Ausbau der A81 sicherstellen werde. „Die Haushaltsverhandlungen für das Jahr 2026 sind gerade erst gestartet.“