Das Walldorfer Kreuz gilt als Unfallschwerpunkt. Foto: 7aktuell/Fabian Geier

Das Walldorfer Kreuz gilt als Unfallschwerpunkt. Geschwindigkeitsbeschränkungen sollen die Autobahn sicherer machen. Aber wann werden die Schilder aufgestellt?

Mannheim - Mit Tempolimits, zusätzlichen Stauwarnanlagen und mehr Verkehrskontrollen will das Regierungspräsidium Karlsruhe den alarmierenden Anstieg der Unfallzahlen rund um das Autobahnkreuz Walldorf bremsen. Dies teilte der Pressesprecher der Behörde Uwe Herzel nach einem Sondersitzung der Unfallkommission der Behörde am Freitag mit. Auf vier Streckenabschnitten rund um den Verkehrsknoten, an dem mit der A 5 und der A 6 zwei hoch frequentierte internationale Fernstrecken aufeinandertreffen, waren die Unfallzahlen im vergangenen Jahr im Schnitt um 51,8 Prozent in die Höhe gegangen, auf einem Abschnitt lag der Anstieg sogar bei 78 Prozent. Nach der Statistik der Polizei hat es 2017 im Bereich des Kreuzes täglich im Schnitt drei- bis viermal gekracht. Auch seit Beginn dieses Jahres ist kaum eine Woche ist ohne schweren Unfall vergangen. Beim bisher schlimmsten waren am Rosenmontag vier Menschenums Leben gekommen.

Maximal Tempo 80

Die Unfallkommission habe sich schon mehrfach mit der schon länger bestehenden schwierigen Lage rund um das Kreuz beschäftigt, sagte Herzel. Vor dem Hintergrund des Unfalls vom Rosenmontag habe sie sich erneut mit der Frage befasst, wie der Unfallschwerpunkt entschärft werden könne. Das Treffen der Verkehrsexperten habe mehrere Stunden gedauert. Am Ende sei entschieden worden, die Geschwindigkeit vor dem Kreuz in Richtung Norden erneut zu reduzieren; und zwar zunächst auf Tempo 100 und zwei Kilometer weiter dann auf 80.

Wann die Schilder aufgestellt werden, ist offen

Das Tempolimit solle für den Schwerlast- und den Pkw-Verkehr gleichermaßen gelten, erklärte Herzel. Angesichts des hohen Anteils von Verflechtungsverkehrs auf dem Kreuz, an dem viele Fahrzeuge abbiegen oder andere geradeaus fahren wollten und die Fahrspuren wechseln müssten, sei es von Vorteil, wenn es unter den Verkehrsteilnehmern keine großen Geschwindigkeitsdifferenzen gebe. „Damit machen wir die Situation insgesamt sicherer“, sagte der Behördensprecher. Wann die neuen Schilder aufgestellt würden, sei noch offen.

Man müsse für das Tempolimit in Abstimmung mit dem Verkehrsministerium noch eine entsprechende Anordnung erlassen. „Sie soll aber so schnell wie möglich kommen“, versicherte der Behördensprecher. So schnell wie möglich sollten auch drei neue Stauwarnanlagen auf der A 6 im Bereich des Autobahnkreuzes in Betrieb gehen, um innerhalb bereits laufender oder demnächst geplanter Baustellen die Sicherheit zu erhöhen, erklärte er weiter.

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