A Million Ways To Die In The West Entleerung in den Cowboyhut

Von Wolfram Hannemann 

Komödie, USA 2014. 116 Minuten Foto:  
Komödie, USA 2014. 116 Minuten Foto:  

Mit der TV-Serie „Family Guy“ hat Seth MacFarlane sich einen Namen gemacht, mit „Ted“ gab er 2012 sein Kinodebüt. Jetzt verschlägt es den Komiker in den Wilden Westen – ein Streifen mit Fäkalhumor.

Filmkritik und Trailer zum Kinofilm "A Million Ways To Die In The West"

Zu dumm, wenn man als Weichei ausgerechnet im knallharten Wilden Westen landet. Dem erfolglosen Schafzüchter Albert sind Spott und Hohn im kleinen Westernstädtchen gewiss. Kein Wunder, dass ihn seine Freundin Louise abserviert und sich dem ­arroganten Geschäftsmann Foy zuwendet. Da taucht die fesche Anna auf und nimmt sich des deprimierten Albert an – einen richtigen Mann möchte sie aus ihm machen. Er verliebt sich prompt, nicht ahnend, dass ­Anna die Geliebte des übelsten Banditen weit und breit ist.

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Mit der TV-Serie „Family Guy“ hat Seth MacFarlane sich einen Namen gemacht, mit „Ted“ gab er 2012 sein Kinodebüt. Jetzt verschlägt es den Komiker in den Wilden Westen, und er demonstriert wortwörtlich, dass hier jeder Furz tödlich sein kann: Fäkalhumor bestimmt den Streifen.

Ob eine Darmentleerung direkt in den Cowboyhut etwas mit Humor zu tun hat, ist an sich schon fragwürdig – keineswegs witzig ist die holzhammerartige Wiederholung dieser Ekelhaftigkeit. Auch die bis zum ­Exzess getriebene derbe Sprache – Begriffe wie „Blowjob“ und „Analverkehr“ gehören zum Standardvokabular – ist kaum geeignet, ­subtil Lacher zu generieren. Dann schon lieber die viel zu kurz geratenen schwarzhumorigen Einlagen, die krass sind, aber unerwartet und deshalb gut. Alles Weitere verliert sich in gähnender Langeweile.

Wirklich positiv: Filmmusik (Joel McNeely) und Kamera (Michael Barrett), die in respektvoller Weise das Genre persiflieren, das der Regisseur nur in Gülle taucht.

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