Foto: Beytekin/Becker

Nach der Montagsdemo gegen Stuttgart 21 sind zwei Beamte in Zivil angegangen worden.

Stuttgart - Die SPD ist bei der 92. Montagsdemonstration gegen das umstrittene Milliarden-Bahnprojekt Stuttgart 21 schlecht weggekommen. Unter anderem kritisierte der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete und Stuttgart-21-Gegner Peter Conradi seine Partei. Als weiterer Redner trat Hannes Rockenbauch vom Bündnis gegen S21 auf. Nach Angaben der Parkschützer kamen rund 5000 Demonstranten zur Kundgebung, die Polizei meldete 2000 Teilnehmer.

Wieder unangemeldete Aktion im Anschluss an Demo

Laut Behörde zog ein Großteil der Teilnehmer wie üblich im Anschluss an die Kundgebung friedlich über die Friedrichstraße und Bolzstraße zum Schloßplatz. Trotz der Aufforderung eines Redners auf der Kundgebung Folgeaktionen zu unterlassen, haben sich laut Polizei wieder einige Personen an einer nicht angemeldeten Aktion beteiligt. Rund 500 Menschen liefen über die Königstraße zum Hauptbahnhof zurück. Von dort marschierten etwa 200 zum Gebhard-Müller-Platz und über die Willy-Brandt-Straße zur Staatsanwaltschaft Stuttgart in der Neckarstraße. Die Teilnehmer der Protestaktion skandierten lautstark Parolen gegen die Staatsanschaft Stuttgart sowie gegen das Bahnprojekt, bevor sie in den Unteren Schloßgarten und von dort schließlich in den Mittleren Schloßgarten zogen.

Bevor sich die Menge dort letztendlich zerstreute, kam es gegen 20.50 Uhr zu einem Zwischenfall, bei dem zwei zivil gekleidete Polizisten von Teilnehmern des Marsches angegangen worden sind. Wie die Politzei weiter mitteilt, konnte sich ein Beamter selbstständig, der andere nur mit Hilfe von Einsatzkräften in Sicherheit bringen. Die Ermittlungen zu den genauen Abläufen dauern an.

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