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Die Frauenbewegung begeht den Internationalen Frauentag seit nunmehr 98 Jahren. Begründerin war die deutsche Sozialdemokratin Clara Zetkin.

Stuttgart - Die Frauenbewegung begeht den Internationalen Frauentag seit nunmehr 98 Jahren. Begründerin war die deutsche Sozialdemokratin Clara Zetkin. Auf ihre Anregung hin versammelten sich im März des Jahres 1911 Frauen in Deutschland, Dänemark, Österreich, Schweden und in der Schweiz. Sie forderten das Recht auf politische Mitbestimmung, gleichen Lohn wie ihre männlichen Kollegen sowie einen besseren Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Während der Nazi-Diktatur war der Frauentag verboten. In der DDR ließ die SED den Festtag jährlich mit großem Pomp feiern. Frauen in der Bundesrepublik belebten ihn in den 80er Jahren im Kampf gegen das Wettrüsten wieder. Heute geht es um Themen wie Gleichstellung im Arbeitsleben, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Gewalt gegen Frauen.

Der zunächst am 19. März gefeierte Tag wurde 1914 vom SPD- Parteivorstand auf den 8. März verschoben. Möglicherweise sollte das Datum daran erinnern, dass Textilarbeiterinnen in New York 1857 am 8. März in einen Streik getreten waren. Nach anderen Quellen wurde der Tag im Gedenken an 129 Arbeiterinnen gewählt, die 1908 in New York beim Brand einer Fabrik gestorben waren. Bereits 1909 war in den USA erstmals ein Frauentag ausgerufen worden.

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