Daimler führt im Sindelfinger Werk künftig weitere Tests durch, um herauszufinden, wie die Autoelektronik auf elektromagnetische Strahlung reagiert. Foto: dpa

In Sindelfingen hat der Autobauer Daimler ein Prüfgebäude fertiggestellt, in dem elektromagnetische Felder im Auto untersucht werden. Es ist am Montag eingeweiht worden.

Sindelfingen - Im Daimler-Werk Sindelfingen testet der Autobauer künftig, wie die Elektronik in Autos auf elektromagnetische Strahlung wie Mobilfunk reagiert und wie sich die Funksignale des Autos selbst mit seiner Umwelt vertragen. Dazu hat Daimler 50 Millionen Euro in ein neues Prüfgebäude investiert, es ist am Montag eingeweiht worden. Das Unternehmen verweist darauf, dass diese Überprüfungen immer wichtiger und komplizierter werden, je mehr Elektronik und Steuerungstechnik in einem Auto stecken. Das gilt umso mehr für autonom fahrende Autos sowie den in diesem Zusammenhang wichtigen Mobilfunkstandard 5G.

Absorber an Decken und Wänden

Die bestehenden Teststände des Autobauers waren zu sehr ausgelastet. Im Prüfgebäude Prüfgebäude finden sich große Hallen, die an Wänden und Decken mit sogenannten Absorbern ausgestattet sind. Diese pyramidenförmigen Stelen bewirken, dass in den Räumen komplette Funkstille herrscht. Anschließend können die Daimler-Ingenieure das Auto mit elektromagnetischer Strahlung verschiedener Frequenzbereiche beschießen – etwa mit dem im Mobilfunk üblichen 4G-Standard. Die teils neuen Prüfmethoden hat Daimler zusammen mit der Technischen Universität (TU) Ilmenau in Thüringen und der TU München entwickelt.

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