Mijo Tunjic schießt zwei Tore und nimmt dann einen kräftigen Schluck. Foto: Baumann

Vier Spiele sind in der neuen Saison absolviert. Die Stuttgarter Kickers haben zwei Unentschieden, einen Sieg und eine Niederlage auf dem Konto. Wohin geht die Reise in der Regionalliga?

Stuttgart - Stadtallendorf gilt ja bislang eher als Fußballprovinz, dabei tauchte am Samstag beim Regionalliga-Gastspiel der Stuttgarter Kickers ein bekanntes Gesicht auf: Eike Immel! Aber nicht zwischen den Pfosten. Der frühere Nationaltorwart des VfB stammt aus der hessischen Kleinstadt und sitzt bei der Eintracht inzwischen im Vorstand. Durchaus erfolgreich. Denn der Verein bleibt nach dem Aufstieg und dem 3:3 (2:1) gegen die Schwaben weiter ungeschlagen, was auch der Kickers-Trainer Tomasz Kaczmarek anerkannte: „Das ist eine selbstbewusste Mannschaft, bei der eine große Euphorie herrscht – und das Unentschieden geht in Ordnung.“

Obwohl seine Mannschaft in der Schlussphase sogar 3:2 (80.) vorne lag, aber wie schon nach der frühen Führung zu Beginn fast postwendend den Ausgleich kassierte und zur Pause sogar 1:2 zurücklag. „Positiv war, dass sich die Mannschaft gewehrt hat, das war beim 1:2 in Walldorf noch nicht der Fall gewesen.“ Die drei Treffer – erzielt durch Mijo Tunjic (2) und Luca Pfeiffer – sprachen am Samstag für eine Effektivität des Sturms, „wir hatten vielleicht fünf bis sechs Möglichkeiten“, gab der Trainer zu.

Komolong patzt bei den Kickers

Drei Tore müssten andererseits auswärts eigentlich zum Sieg reichen, doch in Stadtallendorf traten erstmals in der Saison ungewohnte „individuelle Abwehrschwächen“ auf, wobei der Trainer den Betroffenen Alwin Komolong nicht namentlich nennen wollte. Doch der Nationalspieler Papua-Neuguineas hatte seinen ersten schlechten Tag bei den Kickers erwischt: „Er wird daraus aber schnell lernen“, so der Trainer. Überraschend an seiner Seite lief für den noch angeschlagenen Daniel Döringer (Muskelbeschwerden) aber nicht wie zuletzt im WFV-Pokal Marvin Jäger auf, sondern der A-Jugendliche Mario Suver. Wie das? „Suver hat sich den Einsatz verdient und seine Sache nach kleinen Anfangsproblemen sehr gut gemacht“, sagte Kaczmarek. Er und Jäger seien auf Augenhöhe. Und kämpfen nun in der Innenverteidigung nach Antonio Morellas Abgang um einen freien Platz, wenn einer der Stammkräfte ausfällt. Wobei bei Döringer Hoffnung auf einen Einsatz am Mittwoch (19.30 Uhr) gegen Waldhof besteht.

Da folgt bereits die nächste Chance zur Weichenstellung. Bislang tappen die Fans – und vielleicht auch die Verantwortlichen – diesbezüglich noch im Dunkeln: Nach vier Spielen stehen zwei Unentschieden, ein Sieg und eine Niederlage sowie 6:6 Tore auf dem Konto – ausgeglichener geht es kaum. „Natürlich hat Waldhof mehr Erfahrung, aber zu Hause wollen wir auch gegen diesen Gegner was holen“, sagt Kaczmarek. Am liebsten drei Punkte.

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