Haben Spaß und produzieren Unmengen an Müll: Festivalbesucher beim „Rock im Park“. Foto: dpa

Weniger Müll, mehr Nachhaltigkeit – den Grünen ist das Festival „Rock im Park“ zu dreckig. Sie forderten die Stadtverwaltung auf, die Anforderungen in Sachen Umweltschutz zu verschärfen.

Nürnberg - Den Nürnberger Grünen ist das FestivalRock im Park“ zu dreckig. Die Stadtratsfraktion fordert darum in einem Antrag „weniger Müll, mehr Nachhaltigkeit“, wie es in einer Mitteilung am Donnerstag, einen Tag vor dem Start des dreitägigen Rockspektakels, hieß. Der Müllberg, den die Festivalgäste hinterlassen, sei in den vergangenen Jahren immer größer geworden. Das liege vor allem daran, dass Zelte und Möbel dort einfach stehen gelassen würden. Nicht nur für die Anwohner sei das ärgerlich. Der Abfall gefährde auch den Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen im und um den Dutzendteich.

Andere Festivals seien schon viel weiter

Die Grünen forderten die Stadtverwaltung auf, die Anforderungen an den Veranstalter in Sachen Umweltschutz zu verschärfen - etwa durch weniger Einweg, bessere Pfandsysteme und bessere Mülltrennung. Andere Festivals in Europa - so die Grünen - seien da schon viel weiter.

Die Müllentsorgung nach dem Festival hatte schon im vergangenen Jahr für Ärger zwischen der Stadt und dem Festivalbetreiber gesorgt. Damals hatte nach Angaben der Stadt noch anderthalb Wochen nach dem Spektakel Müll herumgelegen. Der Betreiber begründete das mit der großen Hitze, die die Mitarbeiter zu mehr Pausen als sonst gezwungen habe.

In den vergangenen Jahren fielen bei dem Festival mit Zehntausenden Besuchern nach Veranstalterangaben bis zu 300 Tonnen Müll an.

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