300: Rise Of An Empire Brachiale Gewaltorgie

Von Wolfram Hannemann 

Sullivan Stapleton als Themistokles in „300: Rise Of An Empire. Foto: Warner Bros
Sullivan Stapleton als Themistokles in „300: Rise Of An Empire". Foto: Warner Bros

Blutrünstige Slow-Motion-Sequenzen sind Hauptbestandteil dieser sinnfreien Fortsetzung zu Zack Snyders „300“, dessen indiskutabler Inhalt bereits 2006 die Gemüter erregte.

Filmkritik und Trailer zu "300: Rise Of An Empire"

Blutrünstige Slow-Motion-Sequenzen sind Hauptbestandteil dieser sinnfreien Fortsetzung zu Zack Snyders „300“, dessen indiskutabler Inhalt bereits 2006 die Gemüter erregte.

Stuttgart - Fachgerecht schneidet sich das blanke Schwert in den Körper eines Kriegers, das Blut schießt aus ihm heraus. Man muss schon eine recht sadistische Ader haben, um solche Gräuel auch noch in extreme Zeitlupe für die Nachwelt zu bannen – immer und immer wieder. Die blutrünstigen Slow-Motion-Sequenzen wollen kein Ende nehmen. Warum auch, sind sie doch der Hauptbestandteil dieser sinnfreien Fortsetzung zu Zack Snyders „300“, dessen indiskutabler Inhalt bereits 2006 die Gemüter erregte. 

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Jetzt ist es der griechische General ­Themistokles, der sich beim Versuch, ganz ­Griechenland zu vereinen, den gewaltigen persischen Heerscharen des Halbgottes Xerxes und der rachedürstenden Flottenkommandeurin Artemisia entgegenstellen muss. Das Schlachtfeld der nach einem Comicroman von Frank Miller entstandenen Gewaltoper ist jetzt das griechische Meer. Positive ­Gefühle oder gar Liebe wurden vollkommen verbannt. Wenn Liebe, dann nur in Form einer an Vergewaltigung grenzenden Kopulation, bei der sich die Todfeinde Themistokles (Sullivan Stapleton) und Artemisia (Eva Green) gegenseitig mustern. „Du kämpfst härter, als du fickst!“, wird sie ihrem Gegner später hämisch ins Gesicht schleudern, während sie mit ihm auf Leben und Tod kämpft. Das mag man vielleicht lustig finden, ­gemeint ist es keinesfalls so.

Dass sich eine derart brachiale Gewaltorgie hinter einer über alle Zweifel erhabenen Optik versteckt und sich einer adrenalinanregenden, alle Register ziehenden Tonspur bedient, ist nicht weiter verwunderlich: Die Gewalt soll ja schließlich sexy sein.

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