Der gelbe Impfpass reicht in Baden-Württemberg in vielen Fällen nicht mehr. Stattdessen braucht es eine Variante, die digital ausgelesen werden kann. (Symbolbild) Foto: imago images/Bihlmayerfotografie/Michael Bihlmayer via www.imago-images.de

Wer an Verstaltungen teilnehmen möchte, für die 2G oder 2G-plus gilt, muss seit Mittwoch einen Impfnachweis in digital auslesbarer Form vorlegen, also etwa als App fürs Smartphone oder per QR-Code auf Papier.

Karlsruhe - Wer noch keinen digitalen Nachweis für seine Corona-Impfung hat, muss sich sputen: Der gelbe Impfpass reicht nach der neuen Corona-Verordnung für den Zugang zu sogenannten 2G- oder 2G-plus-Veranstaltungen nicht mehr aus, teilte das Sozialministerium am Donnerstag mit. Impfnachweise müssen in digital auslesbarer Form vorliegen. Das soll „bis zu einem gewissen Grad mehr Sicherheit vor Impfpass-Fälschungen“ bringen, erläuterte ein Sprecher. Zuvor hatte die „Heilbronner Stimme“ darüber berichtet.

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Der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) hat am Vormittag mehrere hundert Fahrgäste kontrolliert und zog eine positive Bilanz. Rund 99 Prozent hätten die Nachweise digital dabei gehabt. Seit Mittwoch reicht in Baden-Württemberg das gelbe Impfbuch in allen Bereichen, in denen der Nachweis des Corona-Impfstatus nötig ist, nicht mehr aus. „Wir waren erstaunt und überrascht, dass auch sehr betagte Menschen ihr Smartphone mit den entsprechenden Apps parat hatten“, sagte ein KVV-Sprecher. Auch ausgedruckt in Papierform können Menschen ihren QR-Code vorzeigen, der dann ausgelesen werden kann.

Seniorenrat begrüßt die neue Regel

Der Landesseniorenrat begrüßte die Regelung insgesamt: „Die Idee ist gut, denn damit wird versucht, etwas gegen Impfpassfälschung zu tun, die ein großes Ärgernis ist“, sagte der Vorsitzende Eckart Hammer. Außerdem brauche man ja nicht zwingend ein Smartphone. „Es ist höchstens eine kleine Zumutung, weil die Senioren, die noch keinen QR-Code für die Impfung haben, sich jetzt auf den Weg zu Apothekern oder Ärzten machen müssen, um den digitalen Nachweis zu bekommen.“

Der Landesapothekerverband (LAV) wies darauf hin, dass 95 Prozent der Apotheken solche Zertifikate erstellten. Seitdem es diese Möglichkeit gibt, seien bundesweit bereits rund 55 Millionen solcher digitalen Nachweise gefertigt worden - die meisten Bürger hätten also bereits einen. „Die Nachfrage wird nun zwar hochgehen, aber es werden sich keine Schlangen bilden“, sagte der stellvertretende LAV-Geschäftsführer Frank Eickmann.

Der QR-Code steht auf dem Impfzertifikat. Man erhält es direkt bei der Impfung ausgedruckt oder bei Vorlage des gelben Impfpasses in der Apotheke. Der Code kann mit der Corona-Warn-App oder der CovPass-App eingelesen werden. Menschen, die kein Smartphone haben, können den Ausdruck in Papierform vorzeigen.

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