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Nach dem versuchten Anschlag auf den Zeichner der umstrittenen Mohammed-Karikaturen wirft die dänische Justiz dem aus Somalia stammenden Täter Mordversuch vor.

Kopenhagen - Nach dem versuchten Anschlag auf den Zeichner der umstrittenen Mohammed-Karikaturen wirft die dänische Justiz dem aus Somalia stammenden Täter Mordversuch vor. Der Mann wird im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt.

Der 28-Jährige hatte am Freitagabend den Zeichner Kurt Westergaard in dessen Haus mit einer Axt und einem Messer bedroht. Laut Polizei drang der Mann in das Haus des 74-jährigen in der Nähe von Århus ein. Dem Zeichner sei es gelungen, in einen Sicherheitsraum zu flüchten und von dort die Polizei zu verständigen. Der Eindringling habe vergeblich versucht, in diesen Sicherheitsraum vorzudringen und habe in gebrochenem Dänisch "Rache" und "Blut" geschrien. Mehrere Polizeieinheiten rasten zum Tatort.

Nachdem der Täter nach Angaben der Behörden auch einen Polizisten angegriffen hatte, wurde er von den Sicherheitskräften angeschossen und erlitt Verletzungen an der Hand und am Knie. Westergaard wurde noch in der Nacht an einen sicheren Ort gebracht.

Nach Angaben des dänischen Geheimdienstes PET unterhält der Festgenommene Verbindungen zu den radikal-islamischen Al-Shabab-Milizen und zur Führung des Netzwerkes El Kaida in Ostafrika. Geheimdienstchef Jakob Scharf stufte den Vorfall in einer Erklärung als "sehr schwerwiegend" ein. Seit der Publikation der Mohammed-Karikaturen in der Zeitung "Jyllands-Posten" 2005 erhielt der Zeichner mehrfach Drohungen und lebt unter Polizeischutz. Die Veröffentlichung der Karikaturen, die unter anderem den Propheten Mohammed mit einer Bombe unter dem Turban darstellten, hatte 2006 in der muslimischen Welt schwere Ausschreitungen ausgelöst. Mehr als 150 Menschen kamen ums Leben.

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