Immer wieder schlagen Schiffe auf dem Rhein leck. Das Archivbild zeigt einen Taucher nach einer Havarie im Jahr 2012. Foto: dpa

Der Schiffsführer eines Tankmotorschiffs hatte die Lage am Freitagabend falsch eingeschätzt und war mit seinem Schiff gegen das Ufer gefahren. Verletzt wurde niemand, die Schäden für die Umwelt sind offenbar kontrollierbar.

Karlsruhe - Ein Schiff hat bei einem Unfall am Karlsruher Ölhafen rund 2500 Liter Kraftstoff verloren. Der Schiffsführer hatte die Lage des Tankmotorschiffes am Freitagabend falsch eingeschätzt und war gegen das Ufer gefahren, wie ein Polizeisprecher am Samstag sagte. Verletzt wurde niemand.

Zunächst hatte die Polizei von 7000 Litern gesprochen. Ermittlungen im Tagesverlauf ergaben jedoch, dass es sich um eine geringere Menge handelte. Optische Verunreinigungen des Rheins konnten mithilfe eines eingesetzten Hubschraubers zunächst nicht festgestellt werden. Verunreinigt wurde demnach aber der Bereich des Ölhafens. Im Altrhein wurden zudem leichte Schlieren entdeckt.

Das Schiff hatte sich zuvor im Hafen festgesetzt, woraufhin die linke Seite aufriss. Ein zweiter Tanker befreite das havarierte Schiff, so dass es in den Hafen fahren konnte. Es wurde einseitig entladen, so dass es in eine Schräglage kam und das Leck nun über der Wasseroberfläche liegt. Der Sachschaden wurde auf 250.000 Euro geschätzt.

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