Halbmarathon zum Max-Eyth-See und zurück Foto: Pressefoto Baumann

Seit 2012 führt der Stuttgarter Halbmarathon wieder über die bewährte Strecke der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 1993 – vom Stadion zum Max-Eyth-See und zurück. Insgesamt 19 000 Teilnehmer werden am Wochenende in Stuttgart erwartet – unterstützt von einer Brass-Band aus Cardiff.

Stuttgart - Im Neckarpark herrscht am Wochenende mal wieder dichtes Gedränge. Am Samstag tummeln sich 45 000 Besucher beim Rewe-Familien-Tag auf dem Wasen, nebenan findet im Stadion sowie in der Benzstraße der erste Tag des 22. Stuttgart-Laufs statt, ausgerichtet vom Württembergischen Leichtathletik-Verband. Vor allem die jüngeren Teilnehmer sind am Samstag gefordert – etwa beim Jolinchen-Lauf über 700 Meter oder bei den Mini-Marathons .

Letzte Reserven: Sportbürgermeisterin Susanne Eisenmann sagt: „Der Stuttgart-Lauf bewegt jedes Jahr tausende Menschen aus Stuttgart, der Region und der ganzen Welt. Wie keine andere Veranstaltung steht der Lauf damit für den Breitensport in der Landehauptstadt.“ Zum 60-jährigen Bestehen der Partnerschaft mit Cardiff kommt eine Delegation aus der walisischen Hauptstadt – inklusive der Brassband Wonderbrass. Die Musiker werden am Sonntag von 9.45 Uhr an beim Zieleinlauf die ersten in der Mercedes-Benz-Arena eintreffenden Läuferinnen und Läufer mit heißen Jazz-, Funk- und Ska-Rhythmen motivieren, auf den letzten Metern noch einmal alles zu geben.

Romantische Strecke: Die Halbmarathon-Strecke ist nahezu identisch mit jener der Leichtathletik-WM vor 22 Jahren. Nach dem Start an der Benzstraße geht es durch die Stadtteile Untertürkheim, Bad Cannstatt, Hofen, Mühlhausen, um den Max-Eyth-See herum mit der schönsten Passage unterhalb der Steilhänge und Münster wieder zurück. „Die letzten Meter in der Mercedes-Benz-Arena“, so Eisenmann, „sind für die Läuferinnen und Läufer ein großartiges Erlebnis, das sie sich nach wochenlangem Training und einem anstrengenden Lauf mehr als verdient haben.“

Tanz und Show: Für Läufer wie Zuschauer wird ein umfassendes Rahmenprogramm geboten. Am Samstag und Sonntag gibt es zwischen den Siegerehrungen diverse Tanz- und Showeinlagen auf der Bühne vor dem Stadion. Auf der Mercedesstraße können sich die Besucher an einer Schlemmermeile verköstigen, in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle findet eine Laufmesse statt.

Per Bahn zum Lauf: Rund um die Laufstrecke kommt es an beiden Tagen zu Verkehrsbehinderungen. Von Freitagabend bis Sonntagabend ist die Mercedesstraße zwischen Talstraße und dem Mercedes-Benz-Museum voll gesperrt. Entlang der Halbmarathonstrecke sind am Sonntag Einschränkungen speziell für den Autoverkehr unumgänglich. Die Veranstalter appellieren an Läufer wie Zuschauer, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Die Stadtbahnlinie U11 fährt am Samstag von 10 bis 20 Uhr und am Sonntag von 7 bis 15.30 Uhr zwischen den Haltestellen Hauptbahnhof und Neckarpark/Stadion.

Wo rennt mein Freund gerade? Ein neues Angebot für die Angehörigen, Freunde und sonstigen Zuschauer ist das Live-Tracking. Durch die Registrierung über die Internetseite www.stuttgart-lauf.de kommt man zu einem Link, über den die aktuelle Position des Läufers ermittelt werden kann. Erstmals dabei beim Stuttgart-Lauf ist eine Gruppe von elf einst stark übergewichtigen Menschen, die in einer 52-wöchigen Diät die Pfunde haben purzeln lassen und nun den Nordic-Walking-Wettbewerb absolvieren. Unter ihnen ist auch ein blinder Teilnehmer, der sich kurzerhand für die Bewältigung der Strecke einen Begleiter gesucht hat.

Von der Kamera beobachtet: Medienpartner des diesjährigen Stuttgart-Laufs ist der Onlinesender Stuggi.TV. Die jungen Programmmacher haben eine Videoserie produziert, in der der 20-jährige Fabio Morrone bei seiner Vorbereitung auf den Lauf beobachtet wird. Morrone hat selbst noch nie an einem Laufwettbewerb teilgenommen. Er wurde beim Medizincheck begleitet, bekam professionelle Trainingstipps von Ringer Frank Stäbler und Schwaben-Rapper MC Bruddaal. Am Sonntag wird Morrone vom Start bis zum Zieleinlauf mit der Kamera begleitet. Er selbst trägt eine kleine Kompaktkamera am Körper, dazu fängt die Kamerafrau von Stuggi.TV Bilder vom Motorrad aus ein. Ob Fabio Morrone das Ziel am Sonntag erreicht, können die Zuschauer noch am selben Tag im Internet auf www.stuggi.tv sehen.