Junge Turnerinnen auf dem Schlossplatz Foto: /Lichtgut/Ferdinando Iannone

Beim 20. Kinder- und Familienfestival rund um den Schlossplatz sorgte das abwechslungsreiche Programm für glückliche Kinder. Trotz aller Freude waren vereinzelt auch kritische Stimmen zu hören.

Luftballontiere, Glitzertattoos, Kletterwände und jede Menge Glücksräder. Wie bei einem riesigen Kindergeburtstag ging es am Wochenende beim 20. Kinder- und Familienfestival rund um den Schlossplatz und dem Eckensee in der Stuttgarter Innenstadt zu. Die Liste der Aktivitäten und Spielmöglichkeiten ist groß – rund 120 Aktionen aus sechs Themenbereichen versprechen die Veranstalter getreu dem Motto „Unsere bunte Stadt“ für den Samstag und Sonntag. Mit dabei: auch die Kinderzeitung unserer Redaktion mit Maskottchen Pinguin Paul, dem Kinderreporter.

 

Schon vor der offiziellen Eröffnung durch OB Frank Nopper bevölkern am Samstagvormittag Familien mit Kindern die Spielstände. „Juri ist fast drei Jahre alt, meine zwei Töchter sind zehn und sieben. Mit Kindern in unterschiedlichen Altersklassen ist das super hier“, erzählt Mutter Sarah aus Stuttgart-Mitte, während Sohn Juri einen Turm aus Holzklötzen baut. „Generell finde ich das Angebot für Kinder in Stuttgart wirklich toll“, führt die Mutter aus. Feste für Kinder gebe es jedoch kaum.

Kinder finden es „cool“, einen Rettungswagen von innen zu sehen

Umso stolzer zeigen sich die Veranstalter eines der wenigen Feste dieser Art auf die Beine gestellt zu haben: „Es freut uns ganz ganz arg, dass wir dieses Festival wieder machen können. Eine der einzigen und wenigen Veranstaltungen für Kinder und für Familien“, sagt Sven Hahn von der City Initiative, die gemeinsam mit dem Partner Sportkreis Stuttgart und der Agentur KMR das Festival veranstalten. Mehr als 50 000 Besucher waren an den zwei Tagen erwartet worden.

Neben jeder Menge Spiel und Spaß gibt es auch etliche Stände, an denen Kinder etwas lernen können – etwa bei den Johannitern, die mit einem Rettungswagen vertreten sind: „Beim Besichtigen des Rettungswagens geht es darum, Ängste abzubauen und positive Erlebnisse zu schaffen“, sagt Mitarbeiter Sven Rausch. Die medizinische Versorgung sei im Ernstfall so für beide Seiten einfacher. Für die Kinder hingegen ist es „einfach cool“ einen Rettungswagen von innen zu sehen. Interessante Einblicke bietet auch der VVS, der zum ersten Mal dabei ist oder das Informationszentrum Zahn- und Mundgesundheit, das ebenfalls Premiere feiert.

Ein Vater wünscht sich schattige Rückzugsorte

Trotz der vielen strahlenden Kinderaugen, äußern manche auch ein wenig Kritik am großen Kinderfest: „Die Kinderbaustelle ist schon ausgebucht, das ist schade, so etwas sollte es öfter geben“, sagt eine Mutter. Vater Dennis aus Botnang wünscht sich mehr Rückzugsorte zum Entspannen im Schatten: „Vielleicht eine Leseecke oder so. Mit großen Kissen und Wasserspendern.“ Und am Stand der Naturfreunde Stuttgart, wo Kinder fröhlich eine Rollenrutsche hinuntersausen, bemerkt Mitarbeiter Michael wie klein das Festival geworden sei: „Früher waren mehr Vereine präsent.“