Nur in einem von sieben Sätzen auf die benötigten elf Punkte gekommen: Tim Söns (in Rot beim Schlag) und der TSV Grafenau rutschen immer tiefer in den Schlamassel. Foto: Kraushaar

Zwei weitere Niederlagen bringen den TSV Grafenau in der 2. Faustball-Bundesliga in arge Bedrängnis. Der Heimspieltag lief gar nicht nach Wunsch, das Team belegt nun den Abstiegsplatz.

Viel vorgenommen, wenig umgesetzt – wieder einmal war das Nervenkostüm zu dünn, um in entscheidenden Momenten den Schalter umzulegen. Der TSV Grafenau erlebte an seinem Heimspieltag in der 2. Faustball-Bundesliga eine Vollpleite, denn die beiden Spiele gegen den TV Eibach (0:3) und den TV Trichtingen (1:3) gingen klar verloren. Mit 4:16 Punkten ist das Team auf den einzigen Abstiegsplatz abgerutscht.

 

Warum der TV Eibach als Spitzenteam angereist war, bekamen die Fans in der Wiesengrundhalle gleich in den ersten Minuten zu sehen. Die Angreifer stellten schnell auf 0:3. Der TSV Grafenau kam erst beim Zwischenstand von 2:5 mental an, zog dann jedoch bis zum 7:5 weg. Es lief – dachten zumindest alle. Aber dann muss jemand den Stecker gezogen haben. Die Gäste drehte starteten ihrerseits einen Lauf bis zum 7:10. Die Gastgeber konnten aber 8:10 verkürzen, mehr aber nicht. Der erste Satz endete 8:11.

Im zweiten spielten und punkteten nur noch die Franken. Gegen die Angaben von Lukas Schneider und die Schmetterbälle von Niklas Schneider fanden die Einheimischen beim 4:11 keine Mittel. Der dritte Durchgang Satz war lange offen, bei eigener 8:5-Führung schien der erste Satzgewinn für die Hausherren gebongt. Weit gefehlt, denn sie brachten das Kunststück fertig, ein 9:6 in der Verlängerung zum 10:12 herzuschenken.

Gegen den TV Trichtigen, bei dem zwei Ex-Gärtringer im Team standen, konnte der TSV Grafenau, bei dem Tim Söns die Hauptlast im Angriff leiten musste, weil Matthias Wolff noch Probleme mit der Schulter hatte, bis zum 5:5 mithalten. Beim Stand von 6:9 versuchte Spielertrainer Tobias Kaufhold mit einer Auszeit zu retten, was nicht mehr zu retten war. Der Kontrahent hatte sich bestens auf die Grundlinienschläge von Tim Söns eingestellt, was zu einem 6:11 und im zweiten Abschnitt zu einem 7:11 führte.

Die zweite Pleite zeichnete sich früh ab, doch nun rutschten die Schwarzwälder plötzlich aus der Spur. Mit 11:3 Bällen holten sich die Grafenauer den dritten Abschnitt und waren wieder im Rennen. Sogar die Chance auf den Satzausgleich war da, als eine lange Ballpassage im vierten Durchgang mit dem 9:7 belohnt wurde. Doch sie wurde kläglich vergeben. Ein Leinenball sorgte für das 9:10, ehe Marius Storz unter dem frenetischen Jubel der mitgereisten TVT-Fans das Spielgerät zum 9:11 ins Feld des TSV wuchtete.