Simon Terodde und Dominick Drexler schießen den 1. FC Köln zum nächsten Sieg. Foto: Bongarts

Im Fernduell der beiden Aufstiegsanwärter gehen sowohl der Hamburger SV als der 1. FC Köln als Sieger vom Platz. Für den FC trifft beim 1:3 gegen Jahn Regensburg natürlich wieder der ehemalige VfB-Spieler Simon Terodde.

Regensburg/ Hamburg - Der 1. FC Köln hat auf dem Weg zum direkten Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga auch die knifflige Aufgabe bei Jahn Regensburg gemeistert. Das Team von Trainer Markus Anfang demonstrierte am Freitagabend beim 3:1 (2:0) seine spielerische Klasse und festigte mit 33 Punkten den Zweitliga-Aufstiegsplatz.

Simon Terodde mit seinem 20. Saisontor (11. Minute) und der zweimal erfolgreiche Dominick Drexler (41./55.) trafen vor 15 210 Zuschauern in der Continental Arena. Die zuvor zehnmal ungeschlagenen Regensburger wehrten sich bis zum Abpfiff, trafen aber nur durch Sargis Adamyan (54.). Jahn-Verteidiger Marcel Correia traf kurz vor Schluss erst den Pfosten (86.) und sah dann Rot wegen einer vermeintlichen Notbremse an FC-Angreifer Serhou Guirassy (89.).

Die Gäste spielten oft wunderbar direkt nach vorne. Terodde traf nach so einem schnellen Gegenzug über Jhon Cordoba und Vorlagengeber Drexler. Auf Zuspiel von Cordoba vergab Terodde die Großchance zum 2:0 (38.). Das erzielte der starke Drexler mit einem Volleyschuss nach einem langen Ball von Verteidiger Rafael Czichos.

Den Regensburger steckten nie auf, waren aber nicht so effektiv wie die abgezockteren Gäste. Adamyans Tor nach Zuspiel von Adrian Fein war eine Ausnahme. Köln schlug sofort zurück: Cordoba traf die Latte, Drexler staubte ab. Regensburg drängte aber bis zum Ende - erfolglos.

Der HSV hübscht seine magere Heimbilanz auf

Der Hamburger SV ist nur noch ein Spiel von der Herbstmeisterschaft in der 2. Fußball-Bundesliga entfernt. Die Norddeutschen gewannen am Freitagabend ihr Heimspiel gegen Aufsteiger SC Paderborn mit 1:0 (1:0) und behaupteten damit die Tabellenspitze vor dem 1. FC Köln. Khaled Narey (11. Minute) erzielte mit seinem fünften Saisontor vor 49 449 Zuschauern im Volksparkstadion den Siegtreffer. Die Paderborner bleiben auf dem neunten Tabellenplatz.

Die Hamburger hübschten ihre magere Heimbilanz auf. Im neunten Spiel vor heimischem Publikum schafften sie erst den vierten Sieg. Zu Beginn überrannten sie das zweitbeste Offensivteam der 2. Liga überfallartig und kündigten ein schnelles Tor an. Zunächst scheiterte Narey und traf nur den linken Posten (4.). Wenige Minuten später wurde er von Orel Mangala klug in Szene gesetzt und vollendete ins linke Eck zur Führung.

Dann nahmen die Hamburger Tempo aus der Partie. Die Paderborner kamen nun häufiger vor das Tor der Gastgeber. Beim einem Freistoß des Spezialisten Philipp Klement streichelte der Ball den Querbalken (16.). Der Mittelfeldspieler ist mit neun Toren, darunter vier Freistößen, bester Schütze der Paderborner. Erneut tanzte der Ball nach einem Kopfball von Babacar Gueye auf der Querstange (49.). Danach versäumten die Hamburger, ihre Führung auszubauen. Narey (2), Bakery Jatta, Hee-Chan Hwang und Fiete Arp scheiterten nur knapp. Der Sieg war hochverdient, aber wie immer nur knapp.

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