Marcos Alvarez (rechts mit Tobias Rühle), der bisher einzige Stürmer, darf sich wegen einer Verspannung im Oberschenkel für den Drittligastart gegen Erfurt in zwei Wochen schonen. Foto: Pressefoto Baumann

Kickers-Trainer Massimo Morales hofft trotz der Personalnot am Samstag auf ein Remis. Auch der VfB Stuttgart hat verletzte Spieler: Serdar Tascis Einsatz ist offen.

Stuttgart - Die beiden kennen sich seit gut 20 Jahren. Anfang der 90er Jahre stürmte Bruno Labbadia für den FC Bayern, da war Massimo Morales Jugendtrainer bei den Münchnern. 1994 hatten die beiden dann engeren Kontakt, als Morales dem neuen Bayern-Coach Giovanni Trapattoni als Dolmetscher zur Seite stand – allerdings nur für ein paar Wochen. Dann bekam Labbadia ein Angebot vom 1. FC Köln, und weg war er.

Beim 166. Stuttgarter Fußballderby kreuzen sich ihre Wege an diesem Samstag (18 Uhr/Gazistadion) wieder. VfB-Trainer Labbadia lobt seinen Kickers-Kollegen Morales: „Wie er die Mannschaft gerettet hat, war klasse.“ Morales spielt den Ball zurück: „Bruno ist ein guter Typ. Wir werden uns beim Wiedersehen sehr freuen.“ Allerdings, für 90 Minuten ruht die Freundschaft. „Ich bin seit sechs Spielen mit den Kickers ungeschlagen, das soll so bleiben“, sagt Morales trotz der Personalnot im Angriff: Der bisher einzige Stürmer Marcos Alvarez darf sich wegen einer Verspannung im Oberschenkel für den Drittligastart gegen Erfurt in zwei Wochen schonen, Neuzugang Elia Soriano kommt wohl noch nicht zum Einsatz. Kurz: Die Blauen treten ohne echten Stürmer an. „Ich werde Spieler, die Qualitäten im Offensivbereich haben, als Stürmer einsetzen“, sagt Morales und fügt augenzwinkernd hinzu: „Wir sind personell in einer Notsituation. Ein Unentschieden reicht uns.“

Verletzte auch beim VfB

Für den VfB Stuttgart, der bisher 85 Derbysiege bei 48 Niederlagen und 32 Unentschieden errungen hat, wäre das im prestigeträchtigen Stadtduell zu wenig. Ob Kapitän Serdar Tasci (Achillessehnenbeschwerden) auflaufen kann, ist offen. Auch Neuzugang Marco Rojas ist nach einem Schlag auf den Knöchel gehandicapt. „Beim 3:0 gegen Köngen haben wir zu wenig Tore erzielt, da müssen wir konsequenter werden“, fordert Bruno Labbadia. Das Derby ist dafür nicht der schlechteste Testlauf. Gut 3500 Karten sind verkauft. „Wir hoffen auf mehr als 5000 Fans, dann kommt eine tolle Atmosphäre auf“, sagt Kickers-Präsidiumsmitglied Guido Buchwald.

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