In Baden-Württemberg entscheiden sich rund 10 000 Schwangere pro Jahr für eine Abtreibung. Foto: igor kell/stock.adobe.com

Organisationen wie Pro Familia und der Landesfrauenrat fordern, den umstrittenen Abtreibungs-Paragrafen aus dem Strafgesetzbuch zu streichen. Aber wie ergeht es Frauen, die sich heute für gegen ein Kind entscheiden?

Stuttgart/Freudenstadt - Als Ronja Nägele merkte, dass sie schwanger war, wusste sie sofort, dass sie das Baby nicht bekommen will. „Ich stand nicht dahinter, ich war nicht bereit für ein Kind“, sagt Ronja Nägele, die in diesem Text anders heißen will als in echt. Da zählte für die heute 30-Jährige auch nicht, dass sie als Gärtnerin eigenes Geld verdiente und mit dem Vater des Kindes seit kurzem in einer festen Partnerschaft lebte. Das Gefühl stimmte einfach nicht, sagt die junge Frau, die im Landkreis Freudenstadt lebt. Sie entschied sich zu einem Abbruch in der 10. Schwangerschaftswoche. Auch heute, zwei Jahre später, bereue sie diesen Schritt nicht, sagt sie.

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