Die US-Regierung hat die Mitnahme von größeren Elektronikgeräten im Handgepäck auf Flügen aus einigen Ländern in die USA verboten (Symbolbild). Foto: AFP

Schikane oder ernste Bedrohung durch Terroristen? Auf Direktflügen aus 13 Staaten des Nahen Ostens und Afrikas in die USA dürfen Passagiere künftig keine größeren Elektronikgeräte mehr in die Kabine mitnehmen. Immerhin kann der Laptop noch aufgegeben werden.

Washington/Istanbul - Die US-Regierung hat die Mitnahme von größeren Elektronikgeräten im Handgepäck auf Flügen aus einigen Ländern in die USA verboten. Die Luftfahrtgesellschaft Turkish Airlines bestätigte am Dienstag eine entsprechenden Anordnung der Transportsicherheitsbehörde (TSA) und des Heimatschutzministeriums. Alle Geräte, die größer als ein traditionelles Handy oder ein Smartphone seien, dürften nicht mehr im Handgepäck mit an Bord. Eine offizielle Bestätigung der Anordnung in Washington gab es zunächst nicht. Das Heimatschutzministerium lehnte eine Stellungnahme ab.

Diese Airlines sind betroffen

Betroffen sind Medienberichten zufolge neben Turkish Airlines auch die Luftfahrtgesellschaften Etihad Airways aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Royal Jordanian Airlines und Saudi Arabian Airlines. US-Gesellschaften oder Airlines aus Deutschland fallen demnach nicht unter diese Einschränkungen, die von vielen Passagieren als sehr störend empfunden werden dürften.

Hintergrund ist die Bedrohung durch Terroristen

Die US-Behörden haben die betroffenen Fluggesellschaften aufgefordert, den Passagieren im Handgepäck die Mitnahme von Laptops, Tablet-Computern, E-Book-Readern und Kameras zu untersagen, die größer als ein Mobiltelefon sind. Hintergrund sei die Bedrohung durch Terroristen. Die Elektronikgeräte können allerdings im Gepäck aufgegeben werden, das im Flugzeugbauch verstaut wird.

Ein US-Bundesbeamter sprach laut NBC von „einer Anpassung auf Grundlage einer Bedrohungsanalyse“. Von dem Verbot sollen 13 Länder vor allem aus dem Nahen Osten und Nordafrika betroffen sein, berichtete die britische Tageszeitung „The Guardian“.

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