Sie ist eine der Mütter, Macherinnen und Masterminds des Esslinger Stadtjubiläums 2027. Simone Lämmle kümmert sich um Bürgerprojekte. Denn die Einwohner können den 1250. Geburtstag der Neckarstadt mitgestalten.
Sie gestaltet Geistesblitze. Sie verfeinert Visionen. Sie bringt Vorschläge in Form. Simone Lämmle hilft auf Anfrage weiter und kümmert sich auf Wunsch um Ideen aus der Bürgerschaft zum Ablauf des Esslinger Stadtjubiläums 2027. Die Neckarstadt wird dann 1250 Jahre alt – und Einwohner können die ganzjährige Geburtstagsparty mitgestalten. Denn parallel zum städtischen Programm soll es einen Part made by Bürgerinnen und Bürgern geben.
Bei null fängt sie nicht an. Simone Lämmle hat als Mitarbeiterin der Stadt Schorndorf die Remstal-Gartenschau 2019 mitorganisiert und die ehrenamtlichen Helfer betreut. Wenn sie von dem blumigen Event erzählt, bekommt sie einen verklärten Blick. Von diesen Erfahrungen zehrt sie heute noch. Wenn sie durch ihren Wohnort, wenn sie durch Schorndorf geht, sagt sie, stoße sie ständig auf Überbleibsel der interkommunalen Gartenschau, die als nachhaltige Erinnerungsquellen die Stadt verschönern. Oft treffe sie auch auf Menschen, mit denen sie damals zusammengearbeitet hat: „Aus vielen Arbeitsgruppen haben sich längerfristige Freundschaften und Verbindungen ergeben.“
Dieser Gartenschau-Hype wirkt nach. Den Schwung und die Dynamik aus der gelungenen Veranstaltung hat Simone Lämmle nach Esslingen mitgebracht. Von 2017 an hatte die Diplom-Mathematikerin für die Stadtverwaltung in Schorndorf gearbeitet. Dann suchte sie etwas Neues, ohne komplettes Neuland betreten zu wollen. Die Stellenanzeige als Koordinatorin der Bürgerprojekte des Esslinger Stadtjubiläums passte perfekt. Die Aufgabe sei eine andere, doch ihre Erfahrungen aus der Betreuung Ehrenamtlicher bei der Remstal-Gartenschau könne sie miteinbringen.
Nach dem Esslinger Stadtjubiläum ist vor dem Stadtjubiläum
In Esslingen hält Simone Lämmle zwar nicht alle Fäden in der Hand – schließlich ist die Ausrichtung des städtischen Geburtstages das Werk vieler Akteure. Aber einige Fäden laufen bei ihr zusammen. Denn sie soll Anregungen aus der Bürgerschaft stadtjubiläumstauglich machen. Im November vergangenen Jahres hat sie damit begonnen. Die Aufgabe fasziniert sie so sehr, dass sie die Befristung der 50-Prozent-Stelle auf vier Jahre nicht stört. Bis Ende 2028 läuft ihr Vertrag. Denn nach dem Stadtjubiläum ist vor dem Stadtjubiläum. Nach der Geburtstagsparty seien noch Nacharbeiten zu erledigen, Abrechnungen müssten fertiggestellt, Förderanträge abgearbeitet werden.
Denn die Stadt Esslingen unterstützt Einfälle ihrer Einwohner zur Gestaltung des Stadtjubiläums. Mit einer Fördersumme von insgesamt 530 000 Euro, etwa 40 Prozent des gesamten Jubiläumsetats, werden Impulse aus der Einwohnerschaft versilbert. Eine Obergrenze für den finanziellen Obolus einzelner Projekte gibt es laut Simone Lämmle nicht. Doch die Verantwortlichen wollten möglichst viele Aktionen aus der Bürgerschaft fördern und das Geld daher am liebsten breit streuen.
Die Werbekampagne dafür ist angelaufen: Zwei Busse des Städtischen Verkehrsbetriebs (SVE) machen mit großen Aufdrucken auf das Jubiläumsjahr aufmerksam. Eine Plakatkampagne, Jubiläumskanäle auf Social Media und Medienberichte rühren zusätzlich die Werbetrommel. Simone Lämmle trommelt mit. Sie habe bei verschiedenen Gelegenheiten wie einem Schulleitertreffen oder beim Förderverein Pliensauvorstadt live auf die Mitgestaltungsmöglichkeiten der Einwohner beim Stadtjubiläum hingewiesen.
Die Werbung wirkt: Zwei sehr konkrete Projekte aus der Bürgerschaft sind bereits in der Pipeline. Sie seien dem kulturellen Bereich zuzuordnen. Auf der virtuellen Ideenplattform der Stadt wurden zudem gut 25 weitere Vorschläge eingereicht. Viele betreffen auch hier den kulturellen Bereich, doch es gebe ebenso Gedanken zur Stadtverschönerung. Mehr Informationen sind Simone Lämmle trotz sonstiger Auskunftsbereitschaft nicht zu entlocken. Künftige Ideengeber sollen durch bereits eingegangene Vorschläge nicht verprellt, gelenkt oder entmutigt werden.
Einfälle zum Esslinger Stadtfest nicht nur von den üblichen Engagierten
Immerhin verrät Simone Lämmle noch, dass nicht nur Esslinger das Stadtjubiläum mitgestalten wollen, die auch sonst stark in der Stadt engagiert seien. Natürlich, die auch sonst Aktiven würden sich hier ebenfalls hervortun. Doch es seien auch Vereine, Gruppierungen oder Einzelpersonen, die normalerweise nicht im Fokus der Aufmerksamkeit stehen würden, die Einfälle eingebracht hätten.
Gehirnschmalz ist gefragt. Hirngespinste gibt es nicht. Jede Idee, versichert Simone Lämmle, werde ernst genommen und geprüft. Bei Nachfragen stehe sie bereit, sie gebe auch Hilfestellung oder bringe Ideengeber mit sich ergänzenden Vorschlägen zusammen. Bis Donnerstag, 30. Oktober, können aufwendige große Projekte mit einer Fördersumme ab 1000 Euro bei der Stadt eingereicht werden. Für kleinere Aktionen gibt es einen zweiten Stichtag am Donnerstag, 30. April 2026. Eine Jury wird über die Förderwürdigkeit einzelner Vorschläge entscheiden.
Plattform für Ideen
Ideen
Projekte zum Stadtjubiläum können aus den unterschiedlichsten Bereichen kommen – Ausstellungen, Konzerte, Sportevents, Workshops, Publikationen, Tanzshows oder Stadtverschönerungen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Besonders gefördert werden laut Stadtsprecherin Nicole Amolsch Aktionen, die innovativ sind, die Stadt überregional pushen, die kulturelle Vielfalt und die Integration stärken.
Kontakt
Simone Lämmle koordiniert die Bürgerprojekte zum Stadtjubiläum und ist mit Multiplikatoren im Austausch. Auf Anfrage besucht sie Versammlungen oder Sitzungen von Institutionen und Vereinigungen, um über ein mögliches Engagement beim städtischen Geburtstag zu informieren. Sie ist unter Simone.Laemmle@esslingen.de oder der Rufnummer 0711/35 12 41 17 zu erreichen. Aktuelle Informationen gibt es auch auf Instagram und Facebook unter @BesondersSeit777.
Mehr dazu unter https://www.esslingen.de/besondersseit777/start