Im vergangenen Jahr ist Andrea Berg als Cowgirl zu sehen gewesen. Welches Bühnenoutfit sie heuer getragen hat, zeigen wir nach dem Konzert am Samstag. Am Freitag waren Fotografen wegen einer Fernsehaufzeichnung nicht zugelassen. Foto: dpa

Die Schlagersängerin Andrea Berg begeistert trotz Regens 10 000 Fans im Fußballstadion der SG Sonnenhof/Großaspach. An diesem Samstag singt sie erneut, am Sonntag folgen der Graf und Unheilig.

Aspach - Mehr als 30 Konzerte will Andrea Berg im Rahmen ihrer „Seelenbeben-Tour“ geben, die im Oktober in ihrer Geburtsstadt Krefeld startet. In ihrer Wahlheimat Aspach hat die Schlagersängerin schon mehr als einen Vorgeschmack gegeben, was ihr Publikum dabei erwarten darf.

Riesiger Drachen als Bühne

Auf einer mehr als 35 Meter langen Bühne in Gestalt eines Drachens spielt die 50-Jährige buchstäblich mit dem Feuer. Das hat sie am vergangenen Wochenende bei einer Vorpremiere im hessischen Wetzlar, wo auch die Konstruktion entworfen und gefertigt wurde, allerdings schmerzlich am eigenen Leib zu spüren bekommen. Wie berichtet, war sie in eine Feuerfontäne geraten, die ihr am Rücken und im Schulterbereich erhebliche Verbrennungen zufügte. Mit Schmerzen setzte sie ihren Auftritt dennoch fort, und auch die beiden Auftritte in Aspach wurden deswegen nicht abgesagt.

Schon von 16 Uhr an pilgerten die Fans am Freitag in die Arena, in der normalerweise die SG Sonnenhof Großaspach ihre Heimspiele der dritten Fußballliga austrägt, und stimmten sich mit einem Vorprogramm ein. Als um 20.45 Uhr der Vorhang gelüftet und die Drachenbühne enthüllt wurde, öffnete der Himmel wie auf Kommando seine Schleusen. Florian Silbereisen, Gastsänger und Moderator, sah es wie die Gäste: „Jetzt fängt es ein bisschen zu regnen an, aber das macht uns nichts.“ Auch Andrea Berg, gewandet in ein luftiges rotes Kleid mit Drachenflügeln, nahm’s in Anspielung auf ihren Unfall mit der Pyrotechnik locker: „Ich habe einen Feuerlöscher von oben“.

Mit „Drachenreiter“ startete sie in den Abend und ließ weitere Songs aus ihrem neuen Album Seelenbeben sowie etliche Klassiker folgen. In einer ruhigen Einlage erzählte sie einer Schar themengerecht kostümierter Kinder, dass sie sich immer einen Drachen gewünscht habe und diesen wegen der Reaktionen darauf nun „Spinnstdu“ getauft habe. Am Ende sang sie ihnen „Weißt du wie viel Sternlein stehen“ vor. Die Fans feierten ihr Idol bis in die Nacht hinein.

An diesem Samstag folgt dann Teil zwei der Show, deren insgesamt 20 000 Eintrittskarten schon seit Wochen ausverkauft sind. Längst nicht alle Fans sind dabei zum Zuge gekommen – doch die können sich zumindest im Fernsehen noch ein Bild machen. Die ARD hat die Show aufgezeichnet und strahlt sie am 13. August zur besten Sendezeit von 20.15 Uhr an unter dem Titel „Andrea Berg – So nah wie nie“ aus.

Apropos Bild machen: Wegen der Fernsehaufzeichnung hat das Berg-Management Fotografen am Freitag rigoros ausgesperrt. Ein Eindruck von Bühne und Outfit kann daher erst nach dem Auftritt am Samstagabend vermittelt werden.

Am Sonntag kommt der Graf

Bei all dem Berg-Hype gerät im Übrigen ein weiterer hochkarätiger Auftritt in der Mechatronikarena fast ein wenig ins Hintertreffen. Am Sonntag kommt der Graf mit seiner Band Unheilig. Es ist die Abschiedstournee des Musikers, der für Herbst seinen Rückzug aus dem Musikgeschäft angekündigt hat.

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