Ein Minister, eine Seniorin, ein Blinder und ein Kind – alle sollen sicher über die Straße kommen. Foto: dpa

Winfried Hermann will mehr Zebrastreifen im Land. Um für sein Projekt zu werben, hat sich der Minister etwas einfallen lassen.

Stuttgart - Vor rund 50 Jahren entstand eines der wohl bekanntesten Fotos der Musikgeschichte: Die Beatles überquerten am 8. August 1969 die Londoner Abbey Road für das Cover ihres gleichnamigen Albums – und machten den Zebrastreifen damit berühmt. Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hat das berühmte Foto nun nachgestellt, um für sein Programm „1000 Zebrastreifen für Baden-Württemberg“ zu werben.

Hermann läuft dabei hinter einem Kind, einem blinden Mann und einer Frau mit Rollator über die Straße. „Wir wollen die Sicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger erhöhen, indem wir Wege und Querungen sicher gestalten und dafür sorgen, dass im Südwesten mindestens 1000 neue Zebrastreifen entstehen“, teilte er mit. „Vor allem Kindern, älteren und mobilitätseingeschränkten Menschen soll es ermöglicht werden, sicherer am öffentlichen Leben teilzuhaben.“

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Städte können sich bewerben

Städte und Gemeinden können sich im Rahmen des Programms bewerben, um Modellkommune zu werden. Die Bewerbungsphase läuft bis 27. September. Sechs Modellkommunen werden dann bei der Neuanlage von Zebrastreifen vom Land und einem Fachbüro unterstützt.

Zebrastreifen seien wesentlich billiger als Ampelanlagen, sagte Verkehrsminister Hermann in einem Interview mit dem SWR anlässlich des Fotoshootings. Das berühmte Foto mit den Beatles war kein zufälliger Schnappschuss, sondern inszeniert. Wie aufwendig ein gutes Foto sein kann, merkten der Minister und die anderen Darsteller spätestens bei dem Fototermin. Bis alle im gleichen Schritt waren und Winfried Hermann sich zufrieden zeigte, mussten einige Bilder geschossen werden.

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