Reinhold Würth Foto: dpa

"Schraubenkönig" Reinhold Würth will dem Standort Baden-Württemberg weiterhin treu bleiben.

Künzelsau - "Schraubenkönig" Reinhold Würth will ungeachtet des Wirbels um seine Person dem Standort Baden-Württemberg weiterhin treu bleiben. Im Rahmen der Feierlichkeiten zu seinem 75. Geburtstag und zum 65-jährigen Firmenjubiläum hat der Milliardär angekündigt, weitere 100 Millionen Euro in seiner Heimatregion Hohenlohe zu investieren.

Der größte Anteil mit rund 60 Millionen Euro soll in den Bau eines Kultur- und Kongresszentrums in Künzelsau fließen. Weitere 20 Millionen gehen in den Bau eines Verwaltungsgebäudes in Künzelsau-Gaisbach, zudem erhält Würths Hotel "Anne-Sophie" in Künzelsau eine Millionenspritze. Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) hatte Würth am Dienstagabend beim internen Festakt vor über 1000 geladenen Gästen in Künzelsau, darunter Altbundespräsident Roman Herzog, gewürdigt und betont, die Verurteilung Würths wegen Steuerhinterziehung dürfe nicht über sein Lebenswerk hinwegtäuschen. "Dies hat Reinhold Würth nicht verdient und im Übrigen auch nicht unser Land." Würth, der stets gesagt hatte, er sei unschuldig, gab zu, das Strafverfahren habe ihn "bis ins Mark getroffen und mein Leben fast zerstört". Dass Mappus ihm nun diese "persönliche Wertschätzung" entgegenbringe, sei für ihn "ein besonderer Augenblick", sagte er nach Angaben von Festgästen unter Tränen.

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