Käthe Tauß mit Direktorin Bärbel Mohrmann vom Protokollamt. Foto: Margret Rilling

Käthe Tauß hat ihren 100. Geburtstag im Seniorenzentrum Haus am Birkenwald gefeiert.

Stuttgart - Für Musik hat Käthe Tauß, geborene Hettesheimer, eine besondere Vorliebe. „Ich habe immer gern Klavier gespielt und viel gesungen“, erzählt die Jubilarin, die am Sonntag im Kreis ihrer Familie im Seniorenzentrum Haus am Birkenwald ihren 100. Geburtstag gefeiert hat. Auch wenn dazu die Kräfte nicht mehr ausreichen, sie kaum noch etwas sieht, hat sich die Hundertjährige doch die Freude am Leben bewahrt. „Ich bin glücklich, dass ich eine so wunderbare Familie habe, ich bin sehr stolz auf alle“, sagte sie zu Direktorin Bärbel Mohrmann vom Protokollamt der Stadt Stuttgart, die ihr am Montag mit einem Blumenpräsent gratulierte und die Glückwünsche von Oberbürgermeister Fritz Kuhn und Ministerpräsident Winfried Kretschmann überbrachte.

Stolz ist auch die gesamte Familie auf ihre Seniorin, wie die Tochter der Jubilarin, Helga Friedel, betont. Ausgesprochen herzlich haben auch die sechs Urenkel Klara, Stella, Emma, Alina, Leonie und Valentin gratuliert, mit hübschen Zeichnungen und liebevoll gestalteten Glückwünschen.

Mut, Wille und Liebe zum Leben

Dass Käthe Tauß über viel Mut, Wille und Liebe zum Leben verfügt, davon ist zum Beispiel die elfjährige Urenkelin Leonie überzeugt. Eigenschaften, die ganz sicher notwendig sind, um 100 Jahre alt zu werden; eine positive Lebenseinstellung gehört einfach dazu. Über sie verfügt Käthe Tauß in hohem Maß.

Geboren ist die Donauschwäbin am 24. März 1913 in dem damals zum Kaiserreich Österreich-Ungarn gehörenden Ort Harta. Ihr Vater war dort Pfarrer an der reformierten Gemeinde. Die Vorfahren der Familie aus Deutschland waren einst von Kaiserin Maria Theresia als Siedler angeworben worden. Im Jahr 1933 schloss sie als Zwanzigjährige mit dem jungen Juristen Christian Tauß den Bund fürs Leben.

Eine Tochter kam zur Welt: Helga. Wie viele ihrer Landsleute verlor auch Familie Tauß durch den Zweiten Weltkrieg ihre Heimat. In den 1960er Jahren zog das Ehepaar nach Stuttgart-Rot, der Stadtteil wurde ihnen zur zweiten Heimat. Mit ihrem Ehemann konnte Käthe Tauß im Jahr 1998 nach 65 Ehejahren in Rot noch das Fest der eisernen Hochzeit feiern. Drei Jahre später verstarb Christian Tauß. Pflegebedürftig geworden, entschloss sich Käthe Tauß, ins Haus am Birkenwald zu ziehen, in dem sie sich sehr wohl fühlt.

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