Vier Siege fehlen: Alina Jennifer Renk (oben) und der VfL Sindelfingen verpassen die Finalrunde. Foto: Vilz

Die Judoka des VfL Sindelfingen erledigen in der 1. Judo-Bundesliga der Frauen ihre Pflicht mit einem starken Auftritt. Dennoch verpassen sie den Sprung in die Finalrunde.

Das war knapp: Trotz eines deutlichen 10:4-Sieges im eigenen Dojo gegen die SG Eltmann haben die Judoka des VfL Sindelfingen den Einzug in die Finalrunde um die deutsche Meisterschaft verpasst. Ihr Mitkonkurrent, der Tabellenzweite BC Karlsruhe, hatte den Bundesliga-Kämpferinnen einen Strich durch die Rechnung gemacht und ihnen mit einem 10:4-Sieg über Gröbenzell den Weg versperrt. Lediglich vier gewonnene Einzelbegegnungen fehlten den Mercedesstädterinnen, um ihr Saisonziel zu erreichen.

 

Dabei hatte ihr Duell im Glaspalast so verheißungsvoll begonnen: Isabell Schühlein (bis 63 Kilogramm) hatte ihren Kampf gegen Runa Eigenmann mit zwei großen Wertungen für Innensichelwürfe vorzeitig gewonnen, Zita Notter (plus 78 Kilogramm) siegte über die weitaus schwerere Alison Bauer per Haltegriff und Jasmin Heinz (bis 78 Kilogramm) zwang Lara Wischrath mit einem Würgegriff zur Aufgabe. Und als Alina Lengweiler (bis 70 Kilogramm) nach nur zwei Sekunden Kampfzeit Annemarie Zöller per Außensichelwurf ausgeschaltet hatte, stand es bereits 4:0 für die Sindelfingerinnen.

Laura Krutsch (bis 57 Kilogramm) erhöhte mit ihrem anschließenden Arbeitssieg über Katharina Klust auf 5:0. Dann aber rafften sich die Gäste auf: Magdalena Brummer schlug Daphne Eveline Wörner (bis 52 Kilogramm) und die Begegnung im Leichtgewicht wurde mangels Sindelfinger Kämpferin kampflos gewonnen.

Im zweiten Durchgang dominierten aber wieder die Gastgeberinnen: Elna Ahrenhold (bis 63 Kilogramm) besiegte Desiree Steinhäußer mit einem Haltegriff. VfL-Schwergewichtlerin Aylin Mill trieb Alison Bauer in die Passivität und somit zur Disqualifikation. Jasmin Heinz (bis 78 Kilogramm) gewann mit einem Innenschenkelwurf erneut gegen Lara Wischrath. Den kürzesten Kampf dieser Begegnung lieferten sich Alina Lengweiler (bis 70 Kilogramm) und Annemarie Zöller. Obwohl die SG-Kämpferin hätte gewarnt sein müssen, ließ sie sich abermals in der ersten Kampfsekunde überrumpeln und wurde so kraftvoll geworfen, dass sie minutenlang auf der Matte um Luft ringen musste, ehe sie wieder aufstehen konnte. Dann allerdings wurde Alina Jennifer Renk (bis 57 Kilogramm) von Katharina Klust besiegt. Dafür gewann in der vorletzten Begegnung Daphne Eveline Wörner (bis 52 Kilogramm) gegen Magdalene Brummer und der letzte Einzelkampf dieser Begegnung endete wieder kampflos, da der VfL keine Leichtgewichtlerin aufbieten konnten.

Somit gewann das VfL-Team zwar mit 10:4, doch das reichte nicht für den Sprung auf Platz zwei. Letztlich lag es am ersten Kampftag, denn durch massive krankheitsbedingte Ausfälle konnten die Sindelfinger keine Mannschaft gegen die TSG Backnang zu stellen – und konnte so nicht die Punkte erreichen, um an der Finalrunde teilzunehmen.