Felix Klaus (rechts) verpasste mit dem VfL den Sprung an die Tabellenspitze. Foto: AFP/JOHN MACDOUGALL

Der VfL Wolfsburg hat den FC Bayern München nicht von der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga verdrängen können. Die Niedersachsen kamen am Sonntag im Heimspiel gegen den FC Augsburg nur zu einem 0:0.

Wolfsburg - Kein Tempo, kein Esprit - Chance vertan: Der VfL Wolfsburg hat den Sprung an die Tabellenspitze der Bundesliga leichtfertig verpasst. Der ambitionierte Werksklub kam am 9. Spieltag gegen das Kellerkind FC Augsburg nicht über ein müdes 0:0 hinaus, verbesserte sich mit dem Punkt aber zumindest vorübergehend auf Platz drei und bleibt ungeschlagen. 

Die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner präsentierte sich merkwürdig zurückhaltend und blieb deutlich unter ihren Möglichkeiten. Mit einem Sieg wären die Wölfe an Bayern München vorbeigezogen und hätten zumindest vorübergehend die Tabellenspitze übernommen.

Erinnerungen an die vergangene Saison

Augsburg kann mit dem Unentschieden deutlich besser leben. Eine Woche nach dem überraschenden 2:2 gegen Bayern München punktete die Mannschaft von Trainer Martin Schmidt erneut gegen einen Top-Klub. Zudem nahm der Schweizer ein bisschen Revanche für das bittere 1:8 gegen seinen Ex-Klub am letzten Spieltag der Vorsaison.

Drei Tage nach dem unglücklichen Remis in der Europa League bei KAA Gent sorgten Glasners vier Änderungen in der Startelf - unter anderem gab Abwehrchef John Anthony Brooks nach zweimonatiger Verletzungspause sein Comeback, Mittelfeldantreiber Maximilian Arnold saß nur auf der Bank - nicht unbedingt für Sicherheit bei Wolfsburg. Zwar hatte Felix Klaus (8. und 10.) früh gute Möglichkeiten, doch insgesamt taten sich die Hausherren vor 22.630 Zuschauern erst einmal schwer. Außerdem leistete sich die sonst so sattelfeste Defensive einige Aussetzer, so dass auch Augsburg etwa durch Ruben Vargas (9.) und Florian Niederlechner (16.) zu Chancen kam.

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Über weite Strecken plätscherte die Partie aber vor allem einfach vor sich hin, die Fans auf der Tribüne wurden nicht wirklich unterhalten. Wolfsburg fehlte die nötige Präzision sowie Konsequenz, und Augsburg mangelt es derzeit einfach an Qualität - vor allem vor dem Tor. Niederlechners Versuch aus rund 16 Metern war ein besserer Rückpass (51.). 

Zahlreiche Ballverluste prägten das Spiel, erst weit in der zweiten Halbzeit nahm das Niveau dann wieder etwas zu, beide Teams bemühten sich - immerhin. Als fußballerischer Leckerbissen wird die Partie aber nicht in Erinnerung bleiben. In der Schlussphase wurde ein vermeintlicher Treffer von Joao Victor wegen Abseits nicht anerkannt.

Wolfsburg hatte seinen Besten noch in Joshua Guilavogui, bei Augsburg überzeugte mit Abstrichen Torwart Tomas Koubek. 

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