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Stuttgart 21 Künstler sagen: Wir sind die Stadt

Frank Rothfuss , vom 30.03.2010 19:30 Uhr
  Foto:  Foto: Wagner
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Stuttgart - Eine Brache in der Stadt, die immer baut? Die darf es nicht geben. Da könnte man doch Büros oder ein Hotel draufklotzen. So lief das bisher, wenn in Stuttgart etwas leerstand. Dass die Verwaltung Freiräume an Investoren verkaufte, die sich nicht um die Belange der Bürger scherte, wollen einige Kreative nicht mehr hinnehmen. Sie sagen: Wir sind die Stadt!

Eine Gruppe um den Musiker Torsten Puttenat hat die Initiative gegründet: "Unsere Stadt - Stuttgart gestalten". Allesamt sind sie gegen das Tieferlegen des Hauptbahnhofs, doch alsbald haben sie gemerkt: "Der Kontext ist größer als Stuttgart 21!" Es gehe darum: "Wie wollen wir, ob für Stuttgart 21 oder gegen Stuttgart 21, in unserer Stadt leben?" Mit einem Festival im Mai wollen sie auf ihr Anliegen aufmerksam machen und Mitstreiter finden.

Auch dem Architektenbüro Umschichten ist Dagegensein zu wenig. Sie sagen: "Eine Stadt wird sich immer verändern. Was machen wir daraus?" Ihr Konzept ist es, Orte zu nutzen, die brachliegen: leerstehende Häuser, Ödland und Baustellen. Und weil es noch mindestens zehn Jahre dauert, bis auf dem Gelände von Stuttgart 21 Häuser gebaut werden, würden sie dort gerne "testen, ausprobieren, Stadtraum inszenieren". Und so einerseits die Chancen des Projekts zeigen und andererseits deutlich machen: Wer eine kreative Szene fördern will, muss ihr Freiräume gestatten.

 

Kommentare (8)
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APR
02
17:00 Uhr, geschrieben von Gustav Maler
Aber doch bitte keinen rosa Tunnel.
Aber bitte keinen rosa Tunnel. Lieber mit Deckenbemalungen à la Florenz. Oder Sonnenaufgängen. Oder Himmeln/Wettersituationen. Oder einem Sternenhimmel mit vielen Glitzerlämpchen (wäre ne tolle Installation). Aber bitte keinen rosa Tunnel.
MRZ
31
22:19 Uhr, geschrieben von Kai
Das hat nichts mit der "Grünen-Tüten-Modenschau" zu tun - sondern damit, wie Künstler mit der Baustelle umgehen wollen!
Alle diejenigen, die ihre lange vorbereiteten Texte zwecks - "ich bin dagegen" hier wieder verbreiten, sollten mal die ausführliche Version des Berichtes lesen. Die Künstler sollen mit der Baustelle umgehen - und die nicht genutzten Bereiche der Baustelle - unter Anderem für temporäre Kunstwerke - nutzen. Leider gibt es einige wenige Leute in Stuttgart, die aber genau das verhindern. Da die Bahn befürchten muss, wenn sie Leute auf ihr Gelände lässt, dass es genau diejenigen sind, denen es nur daran gelegen ist, Ärger zu machen, und sich danach darüber lustig machen, dass sie zwar nicht wirklich gehört wurden, aber Veranstaltungen mit nervigen Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt werden mussten, will sie eben lieber niemanden auf das Gelände lassen. Dabei währe es bestimmt ein Gewinn für Stuttgart, wenn sich so mancher Künstler Gedanken über die Baustelle macht, und seine Gedanken künstlerisch ausdrückt. (Damit meine ich nicht die "lustige musikalische Untermalung" während der Grüne-Tüten-Modeschau - sondern eben solche Ideen, wie einen Tunnel, den es nicht mehl lange gibt rosa anzumalen - oder vielleicht auch irgendwelche Skulpturen, die Künstler aus den "Abfällen" der Baustelle erschaffen könnten .... das würde sogar Werbung für Stuttgart - und etwas interessantes zu sehen sein können)
MRZ
31
15:34 Uhr, geschrieben von Uller
Wir sind die Stadt, und WIR SIND DAS VOLK!!!
Das ist ein guter Ansatz über den Protest hinaus. Dafür sein, für etwas sein, ist sehr positiv, auch wenn die S 21-Gegner nicht nur dagegen sind, sondern eben auch für einen verbesserten Kopfbahnhof. Es ist auf jeden Fall ist die Beteiligung der Bürger ganz wichtig, da ist vor 20 Jahren viel versäumt worden. Auch jetzt ist es noch nicht zu spät. Darum sollten die Menschen nicht nur zur Montagsdemo gehen, sondern auch zu den Veranstaltungen des Festivals vom 7.-15.Mai.
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