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Untertürkheim

Mutter stößt vierjährige Tochter in den Tod

Blick auf die Neckar-Schleuse in Stuttgart-Untertürkheim, wo am Freitagabend das tote Mädchen gefunden wurde.
Foto: dpa

Stuttgart - Eine 33 Jahre alte Frau hat in Stuttgart ihre vierjährige Tochter nach eigenem Geständnis von einer Neckarbrücke in den Tod geworfen. Die schreckliche Tat in der Nacht zum Samstag sorgte am Wochenende in der Landeshauptstadt für Entsetzen. Und für die Ermittler blieben zunächst noch viele Fragen ungeklärt. Der zuständige Richter erließ noch am Samstag gegen die Frau Haftbefehl wegen heimtückischen Mordes.

Sie hatte sich nur wenige Stunden nach der Tat in einer Polizeiwache in der Innenstadt selbst gestellt und die Tat gestanden. Als Motiv gab die Frau an, sie sei seit der Geburt ihres einzigen Kindes mit der Erziehung überfordert gewesen.

Beim Haftrichter sagte die in Stuttgart lebende Mutter dem Vernehmen nach aus, sie habe ihre Tochter über das 1,30 Meter hohe Brückengeländer gehoben und in das eiskalte Neckarwasser geworfen. Als die Beamten den Ehemann und Familienangehörige informierten, fielen diese aus allen Wolken. Niemand hätte der 33-Jährigen eine solche Tat zugetraut. Die Familie habe sich "völlig überrascht" gezeigt, teilte Polizei am Sonntag mit.

Das Mädchen ist das einzige Kind der verheirateten Frau, die nach Polizeiangaben in geregelten Verhältnissen lebte. In der Familie sei ein gewisser Wohlstand vorhanden. Zwar wies die Kinderleiche einige kleine ältere Brandnarben auf. Anzeichen für Misshandlungen gebe es nach den bisherigen Ermittlungen nicht. Die Leiche des Mädchens soll an diesem Montag obduziert werden.

Ein Schleusenwärter hatte den toten Körper am Freitagabend im Neckar entdeckt. Die Polizei hatte zunächst nicht gewusst, wer das Mädchen ist, zumal keine Vermisstenanzeige vorlag.
 

dpa/lsw

13.12.2008 - aktualisiert: 14.12.2008 13:12 Uhr

 


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