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Bildungsoffensive

Klassenteiler wird auf 30 gesenkt

Foto: AP

STN ExklusivStuttgart – Die baden-württembergische Landesregierung will die Durchschnittsgröße der Schulklassen bis zum Jahr 2011 auf 30 Schüler senken, danach sogar auf 28. Das erfuhr diese Zeitung aus führenden Koalitionskreisen, die sich am Montag zu einem Bildungsgipfel trafen. Die Senkung des Klassenteilers ist ein Hauptbestandteil der so genannten Bildungsoffensive von Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU). Die Details sollen am Dienstag vorgestellt werden.

Bisher liegt der Klassenteiler an Gymnasien, Realschulen und Hauptschulen bei 33, an Grundschulen bei 31 Schülern. Zu dem Konzept, das am Dienstag den Regierungsfraktionen von CDU und FDP in Stuttgart vorgelegt werden soll, gehört die Schaffung von bis zu 4000 Lehrerstellen in den nächsten Jahren. Damit soll die Unterrichtsintensität an den Schulen verbessert werden. Für die Senkung der Klassengröße um einen Schüler rechnen Experten mit Kosten von 50 Millionen Euro. Wie das Blatt berichtet, sollen die Kosten für die Bildungsoffensive vor allem aus den Steuermehreinnahmen des Landes finanziert werden. Allein im ersten Halbjahr hatte das Land rund 800 Millionen Euro über Plan eingenommen.

Dem Vernehmen nach einigte sich die Runde unter Führung von Ministerpräsident Oettinger auch auf ein Zukunftsmodell für die Hauptschulen. Sie sollen landesweit, sofern vom Schulträger gewünscht, zu Werkrealschulen umgebaut werden, womit künftig auch dort die Mittlere Reife ermöglicht wird. Eine flächendeckende Schließung von Hauptschulen sei „vom Tisch“.
 


StN

14.07.2008 - aktualisiert: 15.07.2008 11:42 Uhr

 


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