Berlin (dpa) - Die Pläne von Gesundheitsminister Philipp Rösler zur Kostensenkung bei Arzneimitteln sorgen bei Krankenkassen und Experten für Diskussion. Es sei «ein gutes Signal», dass Kassen und Hersteller über Preise für neue patentgeschützte Medikamente verhandeln sollten, sagte der Vorstandschef der AOK Rheinland- Hamburg, Wilfried Jacobs, dem «Kölner Stadt-Anzeiger». Es müsse aber vorher eine unabhängige Kosten-Nutzen-Prüfung geben. Rösler will «die Pharmafirmen in Vertragsverhandlungen mit den Krankenkassen zwingen», um Kostensenkungen bei den Arzneimitteln zu erreichen.
London (dpa) - Die Tarifgespräche für das Kabinenpersonal der britischen Fluglinie British Airways sind vorerst gescheitert. Ein Streik wird deshalb wahrscheinlicher. Die Gewerkschaft TUC teilte am Abend das vorläufige Scheitern mit. Beide Seiten würden nun zunächst ihre Positionen überdenken, weitere Verhandlungen seien zum derzeitigen Zeitpunkt nicht geplant. Den Mitarbeitern geht es um die Sicherung ihrer Jobs und bessere Arbeitsbedingungen.
Hamburg (dpa) - Real Madrids Starensemble hat seinen Achtelfinal- Fluch in der Champions League nicht besiegen können: Die «Königlichen» kamen gegen Olympique Lyon nicht über ein 1:1 hinaus und schieden nach der 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel aus. Auch David Beckham und der AC Mailand hofften vergeblich auf ein Fußball-Wunder in Manchester. Drei Wochen nach dem 2:3 in San Siro verloren die Italiener auch das Rückspiel auf der Insel mit 0:4 gegen Manchester United.
München (dpa) - Die Taten wurden bundesweit als «Döner-Morde» bekannt: Fast vier Jahre, nachdem das bisher letzte von neun Opfern starb, war die immer noch nicht aufgeklärte Mordserie Thema der ZDF- Sendung «Aktenzeichen XY... ungelöst». Eine Sprecherin sagte der dpa, es seien einige höchst interessante Hinweise beim BKA eingegangen. Die Ermittler hoffen konkret auf Hinweise zur Tatwaffe. In den Jahren 2000 bis 2006 waren acht Türken und ein Grieche erschossen worden. Drei Taten geschahen in Nürnberg, ein Opfer starb in München.
Frankfurt/Main (dpa) - Der DFB will seinen ehemaligen Schiedsrichter-Funktionär Manfred Amerell verklagen. Hintergrund sind dessen jüngste Anschuldigungen vor allem gegen Präsident Theo Zwanziger. Der Deutsche Fußball-Bund kündigte an, den Ex- Bundesliga- Referee wegen übler Nachrede und Verleumdung anzuzeigen. Amerell hatte in der «Sportbild» dem DFB-Chef eine einseitige Aufklärung im Schiedsrichter-Skandal vorgeworfen. Amerell wird beschuldigt Unparteiische sexuell belästigt zu haben, was er bestreitet.