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Zweiter Ruhetag für „Rocky“ Boxer-Musical ist angeschlagen

Von Uwe Bogen 

Nikolas Heiber  und Lucy Scherer in der Stuttgarter Produktion von „Rocky“ Foto: dpa Foto:  
Nikolas Heiber und Lucy Scherer in der Stuttgarter Produktion von „Rocky“ Foto: dpa

Das Boxer-Musical „Rocky“ ist in der Gunst der Besucher gesunken. Jetzt will die Stage-Entertainment verstärkt Frauen für die Show im Palladium-Theater gewinnen.

Stuttgart - Fünf Monate nach seiner Premiere im Palladium-Theater schwächelt das Musical „Rocky“ in Stuttgart. Wie Stephan Jaekel, der Hamburger Unternehmenssprecher der Stage Entertainment, am Donnerstag gegenüber unserer Zeitung bestätigte, hat es einzelne Vorstellungen mit weniger als 500 Besuchern gegeben – im Saal befinden sich 1800 Sitzplätze. Noch schreibe man schwarze Zahlen, versicherte Jaekel, weil die teuersten Plätze am Boxring am besten gebucht seien. Von Mai an wird es einen zweiten Ruhetag geben – außer montags bleibt das Theater dann auch dienstags geschlossen.

Die Stage-Entertainment will nun versuchen, mehr Frauen für „Rocky“ zu begeistern. Frauen gelten als ausschlaggebend für den Erfolg eines Musicals. Im Publikum der Boxer-Show sind in Stuttgart bisher Männer in der Mehrheit. „Dabei wird hier eine Liebesgeschichte erzählt, die weit über Faustkämpfe hinausgeht“, sagte Jaekel. Sein Unternehmen habe damit gerechnet, dass „Rocky“ nach der Anfangseuphorie bei den Besucherzahlen nachlässt: „Wir dachten aber, dies kommt etwas später.“ Den zweiten Ruhetag habe man schon länger geplant.

„Rocky“ soll über Weihnachten 2016 hinaus bleiben

„Zu 99 Prozent“ werde man „Rocky“ über Weihnachten 2016 hinaus im SI-Centrum spielen, erklärte Jaekel. An zwei Musicalpremieren im Herbst denke man nicht. In vier Monaten wechselt die noch immer gut besuchte Disney-Show „Tarzan“ nach Oberhausen und macht Platz für „Mary Poppins“. Auch wenn „Rocky“ nicht so erfolgreich wie das Dschungel-Musical sei, hielten die neuen Besitzer von der Anlageberatungsgesellschaft Consult Partners (Firmensitz ist Luxemburg) an zwei Häusern in Stuttgart fest, versicherte der Stage-Sprecher. Für Unruhe hatten die neuen Mehrheitseigner gesorgt, weil sie die Schließung des Theaters am Potsdamer Platzes in Berlin verkündeten, wo „Hinterm Horizont“ mit Udo-Lindenberg-Songs noch bis August 2016 gespielt wird. Nur so viel wollte Jaekel verraten: Nach Stuttgart wechselt die Panik-Udo-Show mit Sicherheit nicht.

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