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Wohin mit dem Schriftzug? Buchstaben für den Büchertempel

Kathrin Thimme, vom 09.02.2012 10:00 Uhr
Auf Dauer könnte der Schriftzug am Wilhelmspalais irreführend sein. Foto: Leserfotograf dirkh
Auf Dauer könnte der Schriftzug am Wilhelmspalais irreführend sein. Foto: Leserfotograf dirkh

S-Mitte - Mehr als drei Monate ist es her, dass die Stadtbücherei aus dem Wilhelmspalais aus- und in die neue Stadtbibliothek am Mailänder Platz eingezogen ist. Der Schriftzug „Stadtbücherei“ ziert jedoch nach wie vor die Fassade des Wilhelmspalais am Charlottenplatz, das bis zum Umbau im Jahr 2013 ein Ort für verschiedene kulturelle Veranstaltungen sein soll. Dass der Schriftzug irreführend sein kann, ist auch der Grünen-Stadträtin Gabriele Munk aufgefallen, die daraufhin einen Antrag zur Nachnutzung der Buchstaben gestellt hat.

„Ich unterstützte das Nachhaltigkeitsprinzip und finde es gut, wenn Dinge in einem neuen Kontext wieder verwendet werden“, erklärt Gabriele Munk. Es wäre schade, wenn die Buchstaben im Altmetall landen würden, so die Grünen-Stadträtin. Neben dem Gedanken des Recyclings gibt es noch einen zweiten Grund, der Munk veranlasst hat, den Antrag zu stellen. „Oben an der neuen Bibliothek steht der Name ja in verschiedenen Sprachen“, so Munk, „auf Augenhöhe der Fußgänger findet sich bisher aber kein Schriftzug, der die Nutzung des Gebäudes verrät.“ Die Stadträtin könnte sich deshalb gut vorstellen, die Buchstaben im nahen Umfeld der Stadtbibliothek auf Bodenhöhe anzubringen.

Zurzeit werden Ideen gesammelt

Christine Brunner, die Leiterin der Stadtbibliothek am Mailänder Platz, unterstützt die Initiative der Grünen. „Wir haben in unserem neuen Haus schon mehrere Spuren, die an das Wilhelmspalais erinnern“, so Brunner. Dabei handele es sich beispielsweise um einen Stuhl oder eine Wandbeschriftung, die jedoch die Besucher nicht unbedingt zu Gesicht bekommen. Die großen Buchstaben für jedermann sichtbar zu platzieren, hält Brunner für eine gute Idee. „Momentan sammeln wir noch Ideen, wo wir die Buchstaben anbringen könnten, aber sicher ist, dass wir sie haben wollen.“

Ob die Stadtbibliothek den Schriftzug auch bekommt, entscheidet die Verwaltung. Beim Amt für Liegenschaften ist der Antrag der Grünen eingegangen und wird nun bearbeitet. Dies könne aber noch etwas dauern, lautet die Aussage aus dem Amt. Ebenfalls noch unklar ist, ob – sofern die Stadtverwaltung keine Einwände hat – die Stadtbibliothek selbst entscheidet, wo die Buchstaben hinkommen, oder ob eine Art kreativer Wettbewerb für Kunstschulen ausgeschrieben wird, wie es Gabriele Munk im Antrag vorschlägt. „Das wäre für mich allerdings auch nachrangig“, sagt die grüne Stadträtin, „wichtig ist, dass die Buchstaben vom Wilhelmspalais zur Stadtbibliothek ziehen, so wie die Bücher auch umgezogen sind.“

Kommentare (2)
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FEB
09
13:01 Uhr, geschrieben von Wolle
Gute Idee, wenn's nicht's kostet!
denn wir müssen sparen hat unser Herr Finanzminister gesagt. Selbst wenige tausend Euro wären schon zuviel um diese Buchstaben umzumontieren. Wenn an der neuen Bibliothek auf Augenhöhe keine Hinweise auf diese zu finden sind, dann kann man für weniger als 100 Euro "grosse Klebebuchstaben" an der Glastüre anbringen, kostet zwar auch Geld, brauchen aber keine teuren Handwerker dafür. Ein "Hausmeister" wird ja wohl vor Ort sein, der ist schon bezahlt.
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FEB
09
11:38 Uhr, geschrieben von Tom0711
Würde den Klotz aufwerten
Bin dafür, denn weg muss der Schriftzug auf jeden Fall. Und jeder verdeckte Quadratzentimeter des "Kotzbrockens" ist ein Gewinn.
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