Es ist kein überraschendes Bild, das sich Fußballfreunden in der Kreisliga B1 bietet. Seit sieben Jahren spielt der TSG Steinheim eine gute Rolle in der Staffel - und auch in diesem Jahr ist der Verein ganz vorne mit dabei. Mit 32 Zählern rangiert Steinheim auf Tabellenplatz vier, könnte mit einem Sieg im Nachholspiel gegen den TV Aldingen am 11. März auf Platz zwei vorrücken und hätte nur zwei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Dersim Ludwigsburg. "Das wird ein wichtiges Spiel, bei einem Sieg könnte ein zusätzlicher Ruck durch die Mannschaft gehen", schaut Spielertrainer Sascha Held voraus. Ein Ruck, der durchaus wichtig werden könnte. Denn mit dem TV Möglingen, dem FSV Oßweil, Dersim Ludwigsburg und dem FV Oberstenfeld trifft der TSG gleich zu Beginn der Rückrunde auf die Topteams der Liga. "Das werden entscheidende Wochen. Ein Aufstieg wäre für das gesamte Vereins-Umfeld wichtig", weiß Held, dessen Team sich vor Weihnachten eine gute Ausgangsposition erspielt hat.
Zehn von 14 Spielen hat der TSG gewonnen, mit 54 Treffern stellt Steinheim die beste Offensive der Liga. "Wir haben nach einem holprigen Start eine sehr gute Vorrunde gespielt", sagt Held zufrieden. Nur zwei der ersten fünf Saisonspiele gestaltete Steinheim siegreich. Gegen den TSV Affalterbach II gab es wie auch im Rückspiel nur ein Unentschieden, gegen den FSV Oßweil und Angstgegner TV Möglingen unterlag man 0:3 und 0:2. Die "Initialzünding", so Held, war der 5:1-Heimerfolg am sechsten Spieltag gegen den Spitzenreiter Dersim Ludwigsburg. Eine Woche später besiegte der TSG den FV Oberstenfeld in der Fremde 4:1. "Seitdem haben wir nicht nur acht Siege und ein Unentschieden eingefahren, sondern uns auch als Mannschaft gefestigt", freut sich Sascha Held und fügt an: "Das Team ist zusammengewachsen und präsentiert sich als Einheit. Jeder setzt sich für den anderen ein."
Neu im Kader des TSG ist der 27-jährige Mittelfeldspieler Christian Tschirschwitz, der in den vergangenen Jahren unter anderem für den GSV Erdmannhausen und den SGV Murr die Kickstiefel geschnürt hatte. Bereits vor einem halben Jahr gekommen war der 29-jährige Thomas Zajac, der sich im jungen Kader zu einer wichtigen Stütze etabliert hat. "Wenn Thomas richtig fit ist, ist er für uns Gold wert", beschreibt Held. Auch Jan Belsner und Kai-Uwe Löder haben gute Leistungen geboten. "Seitdem wir wieder auf Kai-Uwe setzen können, hat sich die Abwehr stabilisiert und wir kaum mehr Gegentore kassiert", freut sich der Trainer. Auch Pascal Krenz bringe eine ganze Menge Potenzial mit, so Held. "Wir haben sehr viele Spieler mit A-Liga-Niveau im Kader", erklärt er. Mit Marc-Andre Schubert, Pascal Weiß und Mario Fink kehren zudem drei junge Akteure nach Verletzungspausen zurück in den Kader.
"Man kann nie sagen, dass es in diesem Jahr auf jeden Fall für den Aufstieg reichen wird. Dafür spielen zu viele Faktoren wie Verletzungen oder Rote Karten eine Rolle. Zunächst einmal gilt, dass wir unsere eigenen Hausaufgaben erledigen", betont Held, der den stärksten Konkurrenten im FSV Oßweil sieht. "Dersim Ludwigsburg hat sich gefangen und mich überrascht. Offenbar sind aber mehrere Spieler zu TKSZ Ludwigsburg gewechselt. Dersim ist generell schwer einzuschätzen", meint Held. Der TV Möglingen hingegen habe ihn "nicht überzeugt". Besondere Hoffnungen setzt der TSG-Trainer auf die zweite Mannschaft des TSV Affalterbach: "Ich bin froh, dass wir nicht mehr gegen sie spielen müssen. Sie könnten im Aufstiegsrennen das Zünglein an der Waage werden. Auch der SC Ludwigsburg hat uns immer wieder Gutes getan", erinnert sich Held.
Gutes getan hat zuletzt auch die zweite Mannschaft des TSG Steinheim. Nach fünf Niederlagen zum Saisonauftakt in der Kreisliga C1 Enz/Murr hat sich die Mann-schaft von Mario Sommer gefangen und weist inzwischen eine Serie von fünf Siegen auf. "Mit dem vierten oder fünften Platz wären wir hochzufrieden. In der Rückrunde wird die Mannschaft nochmal zulegen, auch weil der Kader der ersten Mannschaft sehr groß ist", erklärt Sascha Held. Derzeit steht der TSG II auf Platz sieben.