Wilhelma in Stuttgart Beschwerden wegen Gruseltag

Von Christine Bilger 

Drei Besucher beschwerten sich nach Halloween über die Deko der Wilhelma. Foto: Lichtgut/Rettig
Drei Besucher beschwerten sich nach Halloween über die Deko der Wilhelma. Foto: Lichtgut/Rettig

Drei Besucher fanden einige Dekoelemente am Halloween-Tag in der Wilhelma gar nicht gut. Mit Folgen:Der Zoo nimmt ein Element, das besonders empörte, aus dem Fundus.

Stuttgart - Ein Grabstein mit einem anzüglichen Scherz über die Jungfräulichkeit der französischen Nationalheldin Johanna von Orleans hat am Halloweentag einen Besucher in der Wilhelma gestört. Er fand den Stein zu unanständig, um ihn an einem Familientag im zoologisch-botanischen Garten als Dekoelement zu verwenden. Er schrieb eine Beschwerde.

Ein Grabstein mit anzüglicher Aufschrift stört einen Gast

Das Schreiben des Besuchers sei eine von drei kritischen Äußerungen zur Halloweendeko in der Wilhelma am 31. Oktober gewesen. Zum zweiten Mal bot der zoologisch-botanische Garten einen solchen Thementag mit Gruseldeko an. „Wir gehen solchen Hinweisen nach und nehmen sie natürlich sehr ernst“, sagt Florian Pointke, der Sprecher der Wilhelma. Im Fall des gebastelten Grabsteins wird die Beschwerde Konsequenzen haben: Er soll aus dem Fundus der Halloweendekoration genommen werden. „Wir werden bei den nächsten Veranstaltungen noch mehr darauf achten, dass es nicht zu „wild“ wird“, fügt Pointke hinzu. Die Dekoration hatten die Mitarbeiter in Eigenregie hergestellt. Die Wilhelma habe nach dem Tag, der mit 22 651 Besuchern sehr erfolgreich gewesen sei, sogar Anfragen erhalten, ob sie ihren Dekorateur weitervermitteln könne. Man habe Bereiche, die das Personal nicht als kindgerecht einstufte, mit Hinweistafeln gekennzeichnet. Im Vorfeld sei diskutiert worden, wie weit man bei der Deko gehen könne. „Aber nicht jedes Detail wurde kontrolliert.“

Mehr als 22 000 Besucher kommen am Gruseltag

Der große Andrang habe bestätigt, dass die zweite Auflage des Gruseltages in der Wilhelma bei den Besuchern gut ankam. Die Mitarbeiter wollen an dem Tag nicht nur mit den gebastelten Dekoelementen für Unterhaltung sorgen. Sie bieten auch themenbezogene Aktionen an, um den Besuchern zum Beispiel die Scheu vor vermeintlich gruseligen Tieren zu nehmen. „Der große Zuspruch in diesem Jahr hat uns darin bestärkt“, meint der Sprecher.

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