Gleich zwei Schilder mit dem "BoriS-Berufswahl-Siegel" Baden-Württemberg haben nicht so viele Schulen in Stuttgart vorzuweisen. Sie hängen neuerdings am Eingang der Realschule Feuerbach unter dem messingfarbenen Schulschild beim Treppenaufgang an der Hohewartstraße 95. Nach der ersten Auszeichnung im Jahr 2008 hat das Schulkollegium für seine Projekte zur Berufsorientierung erneut eine Auszeichnung und Urkunde bekommen. "Als rezertifizierte Schule dürfen wir das Siegel weitere fünf Jahre tragen", sagt Schulleiter Herwig Rust. Ohne das Engagement der Lehrer wäre ein solch langfristiger Erfolg kaum möglich. Gut fünf Zentimeter ist der Ordner dick, in dem Konrektor Eiko Schwalbe die Unterlagen gesammelt hat. Daran orientierte sich die Jury bei der Preisvergabe. All die Projekte sind hier dokumentiert: Messebesuche, Ehemaligentage und Bildungspartnerschaften mit Firmen. So wurde beispielsweise 2010 mit Bosch Sicherheitssysteme ein Vertrag geschlossen, der eine längerfristige Kooperation vorsieht. Auch mit der SSB, Barmer, CJD Stuttgart und der Bundespolizei arbeitet die Realschule im Bereich Ausbildung eng zusammen. Die Bundespolizei führt zum Beispiel ein Bewerbungstraining unter Echtzeit-Bedingungen durch. Der Englischtest ist hart, mehrere Vorstellungsgespräche werden durchgeführt. Ein Schüler, der all die schweren Tests bestand, durfte zuletzt eine Woche bei der Flughafenpolizei in Echterdingen im Rahmen eines berufsorientierten Praktikums in das Berufsfeld hineinschnuppern.
Erstmals hat auch die Bismarckschule die Auszeichnung bekommen. Die Baden-Württemberg-Stiftung vergab das "BoriS-Siegel" zum vierten Mal. Neben der IHK wird die Initiative vom Kultusministerium und dem Handwerkstag getragen.