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Wegen Stuttgart 21 Neckarrealschule zieht an Heilbronner Straße um

Josef Schunder , vom 28.01.2011 05:48 Uhr
Noch liegt die Neckarrealschule an der Willy-Brandt-Straße im Stadtbezirk Mitte  Foto: Kern
Noch liegt die Neckarrealschule an der Willy-Brandt-Straße im Stadtbezirk Mitte Foto: Kern
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Stuttgart - Die geplante Verlagerung einer kompletten Schule für das Tiefbahnhofprojekt Stuttgart21rückt näher. Am Donnerstag hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen, für die Neckarrealschule einen kompletten Neubau im Stuttgarter Norden an der Heilbronner Straße zu erstellen. Ein Vorhaben, das voraussichtlich 13,1 Millionen Euro kosten wird. Im März soll es losgehen. Die Fertigstellung ist Ende Dezember 2012 geplant.

Bisher ist die Schule noch an der Willy-Brandt-Straße im Stadtbezirk Mitte daheim. Unmittelbar vor ihrer Tür soll aber nicht nur die Stadtbahnhaltestelle Staatsgalerie umgebaut werden, damit die Tunnelröhren für den neuen Tiefbahnhof Platz finden. Vor dem Wagenburgtunnel und neben der Schule ist auch eine Baustelleneinrichtung für den unterirdischen Durchgangsbahnhof vorgesehen. Bei derart viel Baustellenhektik und Lärm auf Jahre hinaus wäre ein geordneter Schulbetrieb nicht mehr möglich. Daher entschlossen sich Stadtverwaltung und Stadträte schon vor einiger Zeit, die Schule zu verlegen.

Neubau muss auf Bohrpfählen errichtet werden

Als neuer Standort bot sich ein rund zweieinhalb Kilometer entferntes Grundstück direkt neben dem Schulzentrum in der Heilbronner Straße an. Dort soll ein dreigeschossiges Schulgebäude entstehen, das unter energetischen Gesichtspunkten äußerst günstig ist. Der Energieaufwand für den Betrieb, so lautet der Plan, wird die Vorgaben der Energieeinsparungsverordnung von 2007 um rund 60 Prozent unterschreiten. Das Dach wird begrünt und mit einer Fotovoltaikanlage ausgerüstet, die Strom produzieren wird. Die Nutzfläche der Räume mit insgesamt 2367 Quadratmetern soll auch die geringfügige Erweiterung der bisher zweizügigen Realschule ermöglichen. Dabei lässt sich die Stadtverwaltung von der Annahme leiten, dass die Nachfrage nach Plätzen in den Realschulen zunehmen wird.

Bei dem geplanten Bau wird das Altlastenproblem eine erhebliche Rolle spielen. Das frühere Gelände wurde einst von der Stadtgärtnerei genutzt und ist teilweise bis zu zehn Meter hoch aufgefüllt worden. Wegen der schlechten Tragfähigkeit des Bodens muss der Neubau sogar auf Bohrpfählen errichtet werden.

Kommentare (17)
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JAN
29
18:37 Uhr, geschrieben von dönerspekulant
drei damen vom grill
hoffentlich entsteht ein neuer imbiss da ich nun heishunger auf eine rote hätte.wo sind alle gute würstchenbuden in stuttgart hin??die kosten übernehme ich !
JAN
29
15:02 Uhr, geschrieben von Pragmatiker
Bevor noch weiter Unsinn spekuliert wird: nicht zufällig EINSTIMMIGER Beschluss im GEmeinderat!
@bratislava: Ich wiederhole mich nicht - lesen Sie bitte meinen Beitrag von gestern 23 Uhr. Da finden Sie alle Antworten. Die Stadt hat EINSTIMMIG die Chance ergriffen, die Schule sehr sinnvoll zu verlegen. Aus sehr, sehr guten Gründen. Schulisch, baulich, für die Schüler, für die Stadtentwicklung. Warum um alles in der Welt soll jemand anderes als die Stadt den Umzug bezahlen??? Kann in Stuttgart nichts mehr Sinnvolles gemacht werden, ohne dass das gleich mit Stuttgart 21 vermischt wird und irgendwer sofort und unüberlegt dagegen polemisiert. Fragen Sie doch Ihre Gemeinderäte von den Grünen und vom SÖS (!), warum sie den einstimmigen Beschluss mitgetragen haben. In DIESEM Fall sind diese Politiker klüger als ihre Anhänger hier mit ihrem Tunnelblick ...
JAN
29
12:05 Uhr, geschrieben von bratislava
Kosten?
Selbstverständlich ist es wichtig zu wissen, auf welche Rechnung die Kosten für den Umzug geschrieben werden. Denn ohne S21 müsste die Schule wohl kaum verlegt werden - und für 13 Millionen Euro könnten vermutlich sämtliche Schulen in Stuttgart unfassend saniert werden (was auch definitiv nötig wäre!). Nicht, dass ich den Schülern eine neue Schule nicht gönnen würde, aber sonst ist nichtmal genug Geld für genügend Kopierpapier da... In meinem jugendlichen Leichtsinn vermute ich sogar, dass die Kosten bisher noch überhauptnirgendwo aufgeführt werden - genauso wie übrigens die Kosten für den Rückbau des Gleisbetts oder die Nachrüstung von konventionellen Signalanlagen. Das wird dann zum Schluss unter "unvorhersehbare Mehrausgaben" gebucht oder so.
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