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Wasserwerfer, Reizgas Demonstranten drohen zu erblinden

Konstantin Schwarz und Wolf-Dieter Obst, vom 01.10.2010 18:45 Uhr
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 Foto: dpa
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Stuttgart - Der massive Polizeieinsatz mit Wasserwerfern im Schlossgarten hat am Donnerstag zahlreiche Verletzte gefordert. Das Vorgehen könnte für zwei Demonstranten gegen Stuttgart 21 katastrophale Folgen haben. Sie drohen zu erblinden.

Sowohl die Augenklinik des städtischen Klinikums als auch die Charlottenklinik für Augenheilkunde versorgen je einen Patienten. Beide haben erhebliche Augenverletzungen. „Der Patient ist glaubhaft. Seine Aussagen passen zu dem, was ich am Auge sehe“, sagt Dr.Gangolf Sauder, der Chefarzt der traditionsreichen Charlottenklinik.

Der 22 Jahre alte Betroffene habe durch den Wasserwerfer-Einsatz ein „sehr schweres Trauma“ an den Augen erlitten. „Er nimmt Licht wahr, wir haben uns deshalb entschlossen, nicht zu operieren. Wir warten, ob sich das Blut in den Augen auflöst“, schildert Sauder das Vorgehen der Fachklinik. Sauder macht dem jungen Mann Hoffnung. Entwarnung könne es vielleicht in etwa drei Wochen geben, sagt er.

„Ein Wasserwerfer kann einen Menschen umreißen. Trifft er das Auge, ist dass wie ein stumpfer Schlag“, so Sauder. Das Auge könne dabei aufreißen. Auch die Blutgefäße im Auge können reißen. Es droht grauer Star, auch eine Netzhautablösung ist möglich. Verletzungen wie am Donnerstag, als noch fünf weitere Fälle ambulant zu behandeln waren, habe er trotz langjähriger Praxis „noch nie gesehen“, sagt Sauder, die Auswirkungen von Reizgas dagegen schon oft. Das Spülen des Auges mit sauberem Wasser sei gegen Pfefferspray oder Reizgas hilfreich. Diese Mittel seien aber „extrem unangenehm und schmerzhaft“, so Sauder, eine Augencreme könne helfen.

Kommentare (75)
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OKT
06
10:57 Uhr, geschrieben von Differenziertbetrachten
der Mann auf Bild 1 hat sich schuetzend vor Kinder gestellt!
Der Mann auf Bild 1 hat sich nicht "dumm" in den Wasserstrahl gestellt, sondern er wollte Kinder beschuetzen und wollte signalisieren, dass der Waserwerfer aufhören soll, da hinter ihm die Kinder am Boden lagen. Das verdient Respekt und keine diffamierenden Kommentare!
OKT
06
04:32 Uhr, geschrieben von Rudolf Schachenhofer
Wasserstrahl mit 20 bar Druck!!!
Wenn Wasser ganz eng gebündelt wird, kann mit so einem Wasserstrahl sogar Stahl und Titan geschnitten werden. Wasserwerfer haben 20 bar Druck drauf. Zum Vergleich: Ein praller Autoreifen hat 2 bis 3 bar. Dem Wasser können zusätzlich Tränengase wie CS- oder CN-Gas d. h. Omega-Chloracetophenon beigemischt werden. Mit dem Wasserwerfer lassen sich problemlos Augen und Ohren kaputtschiessen und man kann 90 kg schwere Männer leicht umhauen, z. B. mit dem Kopf an den Bordstein. Frau Merkel kann da sicher genauer berichten, wie man das in der DDR gemacht hat. Jetzt ist offensichtlich die BRD an die DDR angehängt worden. Das Volk muss sich unterordnen, oder wird umgenietet. In anderen Ländern sind Wasserwerfer mit Reizgas verboten.
OKT
04
22:37 Uhr, geschrieben von Anonymer Benutzer
Gute Besserung aber vorher auch mal überlegen...
Ich hoffe sehr, dass es dem älteren Herren auf Bild 1 wieder besser geht. Leider musste ich bei druchklicken bereits bei Bild 2 aber feststellen, dass er sich demonstrativ in den Wasserstrahl gestellt hat -> Sorry, aber bei soviel Dummheit (Entschuldigung man nennt es wohl heutzutage Coolness oder Durchhaltevermögen) kann ich nur noch den Kopf schütteln...
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