Waiblingen - Einen Begriff, der viele, teils widersprüchliche Deutungen zulässt, hat sich der Verband Bildender Künstler und Künstlerinnen Württemberg für den Rems-Murr-Kreis als Motto für seine 36. Jahresausstellung gewählt: „satt“. 23 Kunstschaffende präsentieren Bilder, Objekte, Skulpturen und Videoarbeiten zum Thema. Die Schau wurde am Sonntagvormittag im Landratsamt in Waiblingen eröffnet.
„Neue Sichtweisen und neue Perspektiven verleihen dieser Präsentation kunstvollen Wirkens Spannung und Abwechslung“, sagte Landrat Johannes Fuchs in seiner Eröffnungsrede. „Sie lebt aber auch vom Wiedersehen mit Künstlerinnen und Künstlern, die schon Jahre oder gar Jahrzehnte bei den Ausstellungen im Kreishaus dabei sind – ich denke an so geschätzte Persönlichkeiten aus unserer Rems-Murr-Kunstszene wie Gerhard Hezel, Sibylle Bross oder Guido Messer.“ Landrat Fuchs nannte aber auch einige der neu vertretenen Künstler wie Heidrun Baur, Klaus Fischer, Markus Hallstein, Wolfgang Neumann und Regine Richter.
Varianten der Wahrheit
„Wenn es nur eine Wahrheit gäbe, könnte man nicht 100 Bilder über dasselbe Thema malen.“ Mit diesem Zitat von Pablo Picasso stieg Petra Mostbacher-Dix in ihre Deutung der gezeigten Werke ein. Die Kunsthistorikerin hob auf die unterschiedlichen Auslegungen des Wortes „satt“ ab, für die sich die einzelnen Künstler entschieden hatten – oder eben auch nicht, denn einige trieben auch ihr Spiel mit der Doppelbödigkeit.