Villa Reitzenstein Stuttgart-21-Gegner demonstrieren für den Ausstieg

Von the/dpa 

Empörung über die Mehrkosten: Zahlreiche Stuttgart-21-Gegner sind am Freitag vor das Staatsministerium in der Villa Reitzenstein gezogen, um für einen Ausstieg aus dem umstrittenen Projekt zu demonstrieren.

 Stuttgart - Empörung über die Mehrkosten: Zahlreiche Stuttgart-21-Gegner sind am Freitagnachmittag vor das baden-württembergische Staatsministerium in der Villa Reitzenstein gezogen, um für einen Ausstieg aus dem Milliardenprojekt zu demonstrieren. Ausgestattet waren sie mit "Ausstiegshilfen" wie Schemeln und Trittleitern.

Am Tor des Amtssitzes von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) verlangten sie von der grün-roten Landesregierung, keine weiteren Leistungen für das „Milliardengrab“ zu leisten und gegen die „Verstöße der Bahn gegen die Finanzierungsvereinbarung“ vorzugehen.

Auf den Transparenten war zu lesen: „Jetzt reicht's“, „Auch ohne Tiefbahnhof ist das Lügenpack unten durch“ und „Ausstieg jetzt“. Mit der „Aktion Ausstiegshilfe“ wollten die Gegner des Milliarden-Vorhabens Kretschmann den „Weg aus dem brandgefährlichen und einsturzgefährdeten Bahnchaos“ weisen.

Hintergrund sind die Mehrkosten des Projekts - im ungünstigsten Fall könne Stuttgart 21 6,8 Milliarden Euro kosten, hatte die Deutsche Bahn am Mittwoch mitgeteilt.

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Kommentar zu Stuttgart 21 Transparenz durch Druck

Von 20. August 2016 - 6:00 Uhr

Die Zusammenarbeit zwischen Bahn, Baufirmen und Zoll klappt. Großer öffentlicher Druck zu Beginn der Arbeiten hat dazu geführt. Man würde sich wünschen, dass beim Großprojekt Stuttgart 21 überall solche Transparenz herrscht.