VfB - Wege aus der Krise III Thomas Schneider wird unberechenbarer

Von Thomas Näher 

Der VfB Stuttgart steckt im Schlamassel. Da ist guter Rat teuer. Auch für den Kapitän. Georg Niedermeier ahnt, worauf es jetzt ankommt. Doch in der Praxis sieht dann manches anders aus.

Stuttgart - Sieben Niederlagen in Folge, Platz 14, Angst vor dem Abstieg: Was hilft jetzt noch? Trainer Thomas Schneider lässt nichts unversucht, den Bock umzustoßen. Und wenn es nur kleine Anstöße sind. Seit dieser Woche behält er seinen Trainingsplan für sich. Er sagt den Spielern nur noch von Tag zu Tag, wann Training ist. Damit ist er unberechenbarer und flexibler. Und die Mannschaft womöglich wachsamer.

Tolle Sache, sagt sich Georg Niedermeier. Dem Kapitän ist es im Grunde egal, ob er um 10 Uhr oder um 15 Uhr oder beide Male trainiert. Nur in dieser Woche ist es ungeschickt. „Ich sollte dringend einen Zahnarzttermin haben“, sagt der Innenverteidiger. Vor eineinhalb Jahren hat er im Spiel gegen Eintracht Frankfurt bei einem Duell einen Zahn verloren. Der Ersatzstift soll jetzt überkront werden. „Aber dazu muss ich wissen, wann ich freihabe“, sagt Niedermeier.

Da geht es ihm wie der Mannschaft: Irgendwie passt es zurzeit nicht so recht zusammen.

Nach den 1:4-Niederlagen gegen Augsburg und Hoffenheim hatte sich die Mannschaft ausgesprochen. Seither ist sie enger zusammengerückt. „Das waren klärende Gespräche, da wurden gewisse Dinge ausgeräumt“, sagt Niedermeier. Besser fände er es aber, der Krise entgegenzusteuern, bevor sie eintritt: „Wir sollten Sitzungen auch dann abhalten, wenn es sportlich läuft“, sagt er.

 

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