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VfB Stuttgart VfB in Genk unter Druck – aber mit Auswärtsvorteil

Dirk Preiß, 21.02.2013 07:00 Uhr

Stuttgart/Genk - Christian Gentner hat schon einiges erlebt mit seinen 27 Jahren. Er kennt die Champions League, er hat Länderspiele bestritten, und auch die Europa League hat der Mittelfeldspieler des VfB Stuttgart kennengelernt. Christian Gentner weiß also, was solche magischen Abende ausmachen können. „Da ist von Anfang an Feuer drin, die Stimmung ist aggressiv, es ist einfach eine reizvolle Atmosphäre“, sagt der Nürtinger und erinnert sich nur zu gerne an eine Partie, die er mit dem VfL Wolfsburg in der Champions League bei Besiktas Istanbul bestritten hat. In etwa das Gegenteil hat er in dieser Saison in den Europa-League-Heimspielen mit dem VfB erlebt.

Inklusive der Play-off-Runde gab es fünf Heimspiele, die Mercedes-Benz-Arena war jeweils nicht einmal zur Hälfte gefüllt, und große Spiele hat der VfB auch nicht abgeliefert. Bis auf den 2:0-Erfolg gegen Dynamo Moskau gab es keinen einzigen Sieg. „Wir wissen, dass unsere Heimspiele nicht unbedingt schön anzusehen waren“, sagt Gentner und gibt sich durchaus eine Mitschuld an der bislang dürftigen Kulisse. Da scheint es nur gut zu sein, dass der VfB an diesem Donnerstag (19 Uhr/Sky), wenn es um den Einzug ins Achtelfinale geht, auswärts ranmuss.

„Wir haben gezeigt, dass wir das können“, sagt Gentner

In Genk benötigt der VfB nach dem 1:1 im Hinspiel mindestens wieder dieses Ergebnis, um eine Verlängerung zu erzwingen. Bei einem Unentschieden mit mehr Toren oder einem Auswärtssieg steht der Einzug in die nächste Runde fest – was bedeutet: Der VfB braucht mindestens einen Treffer und steht damit ordentlich unter Druck. „Wir wollen die Entschlossenheit und Kompaktheit, die wir zuletzt hatten, wieder zeigen“, sagt Trainer Bruno Labbadia und ergänzt: „Wir müssen uns auf einen heißen Europapokal-Fight einstellen.“ Was seiner Mannschaft nicht gerade ungelegen kommen dürfte.

Zweimal musste der VfB in dieser Saison der Europa League bislang in einer richtig hitzigen Atmosphäre ran – und zweimal bestand das Team den Test bravourös: beim 2:0 in Kopenhagen und beim 5:1 in Bukarest. „Wir haben gezeigt, dass wir das können“, sagt Christian Gentner.

Labbadia erwartet „stimmungsvolle“ Atmosphäre

In Genk tritt der VfB in der Cristal Arena an. Die „ist zwar nicht besonders groß“, weiß Labbadia, „wird mit 25.000 Zuschauern aber ausverkauft sein“. Etwa 2500 davon kommen aus Stuttgart. Der Coach erwartet eine „stimmungsvolle“ Atmosphäre, Mittelfeldspieler Raphael Holzhauser hat „von einem Hexenkessel gehört“, Gentner spricht von einem „heißen Tanz“ – und auch davon, dass diese Rahmenbedingungen die Mannschaft „beflügeln“ können: „Wir wollen das, was wir in Kopenhagen und Bukarest geschafft haben, auch am Donnerstag wieder zeigen.“ Die Zuversicht ist nach dem Sieg in Hoffenheim jedenfalls wieder gestiegen.

„Ich bin mir sicher, dass wir vorne mindestens ein Tor machen werden“, sagt Labbadia. „Wenn wir so konzentriert agieren wie in Hoffenheim, dann denke ich, dass wir in die nächste Runde einziehen“, prophezeit Holzhauser. Und Christian Gentner treibt schlicht die Lust auf weitere internationale Auswärtsspiele an: „Die Reise nach Genk soll nicht die letzte gewesen sein.“

 
 
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Kommentare (5)
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FEB
21
Fussball-laubi, 14:47 Uhr

Genk und nächste Runde

Also mal ehrlich ! Drücken wir UNSEREM VFB doch einfach heute Abend mal die Daumen und hoffen das er eine Runde weiter kommt. Will doch eigentlich jeder, auch die Bruddler, zu denen ich manchmal auch gehöre. Aber ihr echten oder unechten VFB-Fans, wenn wir das schaffen, wartet evtl. Gladbach oder noch besser Lazio Rom auf uns. Gegen Lazio ist die Bude definitiv voller als bisher, denkt nur mal an die vielen italienischen Fussball-Fans in und um Stuttgart. Und was ich auch glaube, gegen so einen Gegner sieht der VFB evtl. ganz anders aus als bisher. Ole VFB !!!

FEB
21
stuttgarter, 11:02 Uhr

Tor machen...

Ich muss nun einfach mal schreiben, lese in obigem Artikel das wir mindestens ein Tor machen...da platzt mir doch gleich was! In einem anderen Artikel habe ich gelesen das Herr Bobic erstaunt ist über die Wahrnehmung des Slogans ' Stuttgarter Weg oder die jungen Wilden ' Wir haben die besten zweite Mannschaft in Deutschland! weshalb holen wir nen lausigen Stürmer aus England, wenn wir in der zweiten selber einen haben? weshalb holen wir einen Tribünen Stammgast aus Wolfsburg wenn wir einen jungen und ausgezeichneten Spieler doch selber haben? weshalb setzen wir nicht endlich wieder auf die eigenen jungen Spieler? Ich erinnere mal an einen Spieler, der den VFB für 200000 Euro verlassen hat, und seit dieser zeit absoluter Stammspieler in Braunschweig ist > Trainer in Stuttgart traute im den Durchbruch ja nicht zu....wie einigen anderen scheinbar auch nicht! Diese Punkte sollten mal überdacht werden, wenn es den Stuttgarter Weg gibt und wenn dieser irgendwann auch gegangen wird, stehen die Fans auch voll dahinter! Nun viel Erfolg in Genk!

FEB
21
Ecki, 09:52 Uhr

Und wieder ohne Rüdiger-wetten?

Es wird so kommen - Lopes wird spielen und Rüdiger sammelt Erfahrung auf der Bank - Bruno, Fredi,Dückmäuser raus!

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