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VfB Stuttgart Petric-Deal scheitert in letzter Minute

Julia Rapp, vom 31.08.2010 18:44 Uhr
Mladen Petric Foto: dpa
Mladen Petric Foto: dpa

Stuttgart -  In Mauro Camoranesi hat Fredi Bobic am Dienstag einen seiner Wunschspieler verpflichtet, zudem kommt der defensive Mittelfeldspieler Mamadou Bah von Racing Strasbourg zum VfB - der Transfer von Mladen Petric zu den Roten ist dagegen kurz vor Transferschluss gescheitert.

Auf der einen Seite war der VfB-Manager richtig zufrieden. "Wir haben den Spieler geholt, den wir gesucht haben. Mauro Camoranesi hat viel Qualität und wird die Mannschaft zudem als Typ weiterbringen", sagte Bobic. Der Italiener unterschrieb einen Einjahresvertrag mit Option. Rund zwei Millionen Ablöse zahlen die Roten dafür an Juventus Turin, wo Camoranesi noch bis 2011 unter Vertrag stand. Etwa 2,5 Millionen Euro dürfte der Neuzugang im Jahr verdienen. Der Italiener wird am Donnerstag ins Training einsteigen und soll am Samstag im Freundschaftsspiel beim 1. FC Heidenheim (15.30 Uhr) sein Debüt für die Roten geben. Wenn alles gut läuft, bestreitet er beim SC Freiburg (11. September, 15.30 Uhr) sein erstes Bundesligaspiel. "Das Wichtigste ist, dass er uns so schnell wie möglich helfen kann", sagte Bobic, der sich sicher ist: "Er wird unserer jungen Mannschaft gut tun."

Neben Camoranesi haben die Roten am Dienstag einen weiteren Spieler verpflichtet. Mamadou Bah (22) kommt für rund 600000 Euro vom französischen Drittligisten Racing Strasbourg und erhält einen Vertrag bis 2013. Bah reiste direkt nach der Vertragsunterschrift zur Nationalmannschaft Guineas, mit der er am 3. September in der Qualifikation zum Afrika-Cup 2012 gegen Äthiopien spielt. Der defensive Mittelfeldspieler sei hochtalentiert, sagte Bobic: "Von seiner Qualität haben wir uns mehrfach überzeugt und uns gegen den Champions-League-Teilnehmer AJ Auxerre durchgesetzt, der ihn auch verpflichten wollte."

Alles eitel Sonnenschein also? Nicht wirklich. Bobic ärgerte sich auch - weil ein anderer Transfer in letzter Minute gescheitert ist. "Mladen Petric hätte uns gut zu Gesicht gestanden. Wir haben bis zum Schluss gekämpft, aber es hat leider nicht geklappt", sagte der Manager. Eigentlich war sich der VfB bereits mit dem Stürmer vom Hamburger SV einig, die Vertragsmodalitäten waren geklärt - nur der HSV spielte nicht mit. Offiziell, weil das Angebot der Roten "inakzeptabel" gewesen sei, wie Sportchef Bastian Reinhardt erklärte. Dabei hatte der VfB für den kroatischen Nationalspieler über fünf Millionen Euro geboten. "Der abgebende Verein wollte Petric dann plötzlich doch nicht mehr hergeben, wohl aus Mangel an Alternativen", sagte Bobic. Der HSV hatte bis zuletzt auf die Rückkehr von Raphael van der Vaart (Real Madrid) gehofft.

Kommentare (28)
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SEP
06
14:51 Uhr, geschrieben von Uli
Keine Hoffnung!
Ich bin seit über 50 Jahren dem VfB verbunden. Lebe seit 40 Jahren in Berlin. Die Verbundenheit zum VfB ist nie verblasst obwohl ich mir dies doch manchmal gewünscht hätte, nach den ganzen Entäuschungen der vergangenen Jahre, Jahrzehnte. Die Meisterschaften über die man sich gefreut hatte. Danach immer wieder diese unerklärlichen Abstürze! Ich habe keine Hoffnung mehr, dass dies jemals besser wird. Siehe Herrn Bobic und Herr Gross.
SEP
02
17:02 Uhr, geschrieben von MrChrisK
Warum nur bis zu letzten Minute warten
Ich kann es ncht ganz nachvollziehen, warum man bei einem Spieler wie Petric, der definitiv beim HSV auf dem Abstellgelis steht, bis zur letzten Minute wartet um den Transfer zu tätigen. Hat man beim VFB erwartet, dass der HSV zum Ende hin ein Schild vor die Tür hängt "JETZT AUSVERKAUF - ALLES 50% BILLIGER" ??? Meiner Meinung nach hätte mann Herrn Progrebnyak auf den russichen Markt setzen müssen, auch wenn mit Verlust. $ Millionen Ablöse kassieren, die Abfindung wird von dem eingesparrten Gehalt abgezogen und das ganze dann zu den angeblich gebotenen 3,5 Mio dazu und dann hätte auch HSV nicht nein gesagt...Aber naja, jetzt da der Kontakt zum Spieler steht und man sich ja mit ihm schon einig war, das ganze eben im Winter fix machen!
SEP
01
21:45 Uhr, geschrieben von Rauchmelder
Kein Vertrauen mehr
Bin seit 35 Jahren VfB-Fan und seit einigen Jahren auch zahlendes Mitglied. Unserer Vereinsführung stand ich zu Anfang durchweg positiv gegenüber. Präsident Staudt machte einen kompetenten und symphatischen Eindruck und den Herren Ruf als Finanzdirektor und Hundt als Aufsichtsratsvorsitzenden konnte man aufgrund deren Erfahrung wohl kaum Fachkenntnis bzw. wirtschaftliche Kompetenz absprechen. Ich war einmal ohne jeden Zweifel davon überzeugt, mein VfB sei bei diesen drei Herrschaften in den besten Händen. Doch die seit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Jahre 2007 gemachten und bis zum heutigen Tage fortgeführten, stümperhaften Fehler lassen mich zusehendst daran zweifeln. Der VfB ist 2007/2008 quasi auf der Pole Position gestartet und auf Grund der Inkompetenz dieser Verantwortlichen im Jahr 2010 im perspektivischen Nirvana angekommen. Jene doch so hoffnungsvolle Mannschaft wurde nach und nach verscherbelt und die eingenommenen Transfergelder mit Fehleinkäufen versaubeutelt. Fußballerischen Sachverstand auf Augenhöhe duldet jenes Gremium nicht. Im Aufsichtsrat sitzt immer noch kein ehemaliger Spieler mit Herzblut für unseren Verein. Außer Selbstdarstellern aus den Reihen der einschlägigen schwäbischen Unternehmen wird dort niemand geduldet. Verhängnisvoll, wenn mit dem Sportdirektor mal wieder der neben dem Trainer einzige Verantwortliche mit fußballerischem Background ausgetauscht werden muss, wie jetzt im Falle H. Heldt geschehen. Aber beaufsichtigen hätte man den Herrn Heldt schon müssen, gell Herr Aufsichtsratsvorsitzender?! Aber man hat ihn halt machen lassen. Auch das viel zu hohe Gehaltsvolumen des Kaders hat man so mit zu verantworten. Wie sollte man die Tätigkeit eines Sportdirektors auch bewerten können, wenn man selbst keine Ahnung vom Profifußball hat! Und weil es kein Korrektiv im Aufsichtsrat gibt und auch keinen Präsidenten mit Fußballsachverstand, darf jetzt auch der Herr Bobic nach dem Prinzip learning by doing schalten und walten. Nichts gegen Fredi Bobic, den ich schon als Spieler sehr mochte. Ich glaube aber auch der Fredi würde sich wohler fühlen, wenn ihm auf Seiten der Vereinsführung ein kompetenter Ratgeber zur Verfügung stünde. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist dies jedoch kein Thema, sonst hätte man es ja längst gemacht. Oder merkt man es gar erst jetzt, Jahre später? Dass unser Kader noch einen Stürmer vertragen könnte der weiß, wo das Tor steht, hat man ja offenbar auch erst kurz vor Ende der Transferfrist registriert. Vor diesem Tag war davon nicht die Rede. Jeder Fußballinteressierte sah seit Jahren, dass hier seit dem Abgang von Gomez ein Lücke klafft. Oder braucht man ihn jetzt doch nicht, denn den so oft zitierten Plan B gab´s ja offenbar gar nicht. Es wurde anstelle von Petric kein anderer Stürmer verpflichtet. Das läßt wahrlich auf eine durchdachte und strategische Vorgehensweise schliessen.... Ach ja, und nicht eingehaltene Versprechungen wirken sich auch nicht gerade vertrauensbildend aus, Herr Staudt! Wie war das noch mit den Transfereinnahmen, die komplett wieder in die Mannschaft investiert werden? Leid tun kann uns bei dieser Geschichte vor allem dieser hervorragende Trainer. Er hätte es verdient gehabt, dass man auf Basis der erfolgreichen Rückrunde 2009/2010 die Mannschaft mit Verstand und vor allem auch rechtzeitig verstärkt. Halten Sie Ihr Ohr an der Basis, Herr Staudt, es rumort gewaltig! Ich befürchte es wird nicht mehr so lange dauern wie in der letzten Saison, bis sich bei anhaltendem Misserfolg der Zorn auf die Vereinsführung entlädt.
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