VfB Stuttgart Niedermeier knöpft sich Zorniger vor

Von mrz 

Georg Niedermeier hat wieder Grund zur Freude beim VfB Stuttgart. Foto: dpa
Georg Niedermeier hat wieder Grund zur Freude beim VfB Stuttgart.Foto: dpa

Beim VfB Stuttgart läuft es für Georg Niedermeier seit Ende November wieder wie gewünscht. Das hat fast ausschließlich mit dem neuen Trainer Jürgen Kramny zu tun. Jetzt rechnet Niedermeier mit Ex-Coach Alexander Zorniger ab.

Stuttgart - Seit zehn Spielen ist Jürgen Kramny der Trainer der Profis des VfB Stuttgart. Seit der 1:4-Niederlage bei Borussia Dortmund im November steht auch Verteidiger Georg Niedermeier wieder im Kader der Schwaben, spielte neunmal über die vollen 90 Minuten und wurde einmal eingewechselt.

Klar, dass Niedermeier die Zeit unter Kramny-Vorgänger Alexander Zorniger nicht vermisst. Schließlich hatte der ihn nicht nur auf der Bank oder der Tribüne schmoren lassen, sondern ihn auch öffentlich für untauglich erklärt.

In der „Sport Bild“ von Mittwoch rechnet Georg Niedermeier vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach nun mit Alexander Zorniger ab: „Es war keine schöne Zeit unter ihm. Abgesehen von Verletzungen war es wohl die schwerste Zeit meiner Karriere. Es war für mich nicht nachvollziehbar. Ich war zum Zusehen verdammt und habe mich machtlos gefühlt.“

Niedermeier musste sich neu motivieren

Inzwischen ist Niedermeier wieder ein fester Bestandteil des Teams, darf sich nun sogar wieder Hoffnungen einen neuen Vertrag (dieser läuft im Juni aus) machen.

Dennoch: Die Zeit unter Zorniger kann er nicht so schnell vergessen: „Als Fußballer willst du immer einen Anteil haben, Teil des Teams sein. Dieses Gefühl war auf einmal weg. Ich konnte mich nicht mehr einbringen. Ich wollte keine schlechte Stimmung machen, aber ich musste mich irgendwie motivieren.“

Dabei halfen ihm seine Familie und Wolfgang Sommerfeld, der Sportdirektor des Deutschen Handballbundes und Experte für Psychologie. Niedermeier: „Sie haben mir geholfen, weiter hart zu arbeiten, da irgendwann der Moment kommen würde, wo ich wieder gebraucht werde.“

Mit dem Trainerwechsel hin zu Jürgen Kramny war es dann soweit. Nicht auszuschließen, dass der 30-Jährige noch länger das Trikot mit dem roten Brustring trägt.

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