VfB Stuttgart Kramny will „Feuer auf dem Platz“ sehen

Von red/dpa/lsw 

Der VfB Stuttgart ist mit dem Sieg in Köln perfekt in die Rückrunde gestartet. Nun wollen die Schwaben gegen den Hamburger SV nachlegen. Der Tabellen-15. steht sogar unter Zugzwang, denn im Fall einer Niederlage droht das Abrutschen auf den Relegationsplatz.

Stuttgart - Rein statistisch gesehen ist der VfB Stuttgart im Abendspiel der Fußball-Bundesliga am Samstag klarer Favorit gegen den Hamburger SV. Die Schwaben sind seit vier Punktspielen ungeschlagen und holten dabei acht Punkte. Die Hanseaten weisen in diesem Zeitraum nur einen Zähler auf. Aber VfB-Trainer Jürgen Kramny gibt auf derlei Zahlenmaterial nichts. „Wichtig ist, dass wir dranbleiben, unabhängig von der Statistik“, sagte er am Donnerstag. „Wir gehen es positiv an, aber mit dem nötigen Respekt vor dem HSV.“

Kramny lobte die Hamburger als sehr konterstark. „Wir müssen vorsichtig sein“, forderte er auch angesichts der Auswärtsstärke des Tabellenelften. Schließlich holte das Team von Trainer Bruno Labbadia in der Fremde beachtliche 14 Punkte und damit beinahe doppelt so viele wie zu Hause (8).

Aufs Wiedersehen mit Labbadia freut sich Kramny. Als dieser Chefcoach beim VfB war, hatte Kramny als damaliger Trainer der U 23 „immer eng mit Bruno zusammengearbeitet“. Sein Auftrag sei es gewesen, Labbadia zuzuarbeiten. „Wir hatten immer eine gute Verbindung und einen guten Austausch“, erinnerte sich der 44-Jährige an ein positives Verhältnis.

Gegner hat einige Schwächen

Am Samstag (18.30 Uhr/Sky) vor voraussichtlich 50 000 Zuschauern will der VfB seinen unter Kramny eingeleiteten Aufschwung fortsetzen. „Wir müssen wieder Biss auf den Platz bringen“, forderte der Trainer. „Wenn wir Feuer auf den Platz bringen“, habe Stuttgart gute Chancen. Bei der Analyse des Kontrahenten haben Kramny und sein Team „die ein oder andere Schwäche“ ausgemacht, vor allem im Defensivverhalten. Diese will der VfB nutzen, ohne dabei seine eigene Abwehrarbeit zu vernachlässigen.

Ob Kramny dabei seiner zuletzt beim 3:1 in Köln überzeugenden Startformation vertraut oder kleinere Wechsel vornimmt, ist noch offen. „Ich weiß es wirklich noch nicht“, versicherte er. Denkbar ist, dass Toni Sunjic nach Verbüßung seiner Gelb-Rot-Sperre für Daniel Schwaab in die Innenverteidigung zurückkehrt.

Stürmer Robbie Kruse droht indes auszufallen. Der australische Nationalspieler zog sich eine starke Prellung am Zeh zu. „Es wird eng bis Samstag“, sagte Kramny. Kruse kam bislang auf drei Einsätze.

Für den lange verletzt ausfallenden Martin Harnik kommt die Partie gegen die Hanseaten noch zu früh. „Er steht wieder für das Frankfurt-Spiel zur Verfügung“, kündigte Kramny an. „Es sieht gut aus.“ Der österreichische Offensivakteur habe die ganze Woche mit der Mannschaft trainieren können.

Die voraussichtliche Aufstellung des VfB Stuttgart: Tyton - Großkreutz, Sunjic, Niedermeier, Insúa - Serey Dié, Gentner - Rupp, Didavi, Kostic - Werner.

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