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VfB Stuttgart Kapitän Tasci spricht Klartext

Marco Seliger, 06.02.2013 07:00 Uhr

Stuttgart - Nach der 1:3 Pleite bei Fortuna Düsseldorf kündigte Manager Fredi Bobic an, dass es beim VfB keine Wellness-Woche geben werde. Nach vier Bundesliga-Niederlagen nacheinander steht das Team gegen Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr/Sky und Liga total) gewaltig unter Druck. Zuvor ist harte Arbeit angesagt – am Dienstagnachmittag stand das erste Mannschaftstraining in dieser Woche an. Zuvor sprach Serdar Tasci Klartext – und nahm seine Mitspieler in die Pflicht. Der Kapitän über . . .

. . . die Lehren aus der Partie in Düsseldorf : Es ist ganz bitter, wenn man etwas die ganze Woche über im Training einstudiert und es dann nicht im Spiel umsetzt. Wir hatten den Plan, uns zwischen den beiden Viererketten zu zeigen und die Bälle zu fordern – gemacht haben wir es nicht. Da muss sich jeder Einzelne hinterfragen, warum er es nicht hinbekommen hat. Der Trainer hat uns das in der Videoanalyse schonungslos aufgezeigt. Gegen Bremen müssen wir wieder das auf den Platz bringen, was wir im Training üben.

. . . die Schwächen der Führungsspieler : Wir müssen in jedem Spiel das Heft in die Hand nehmen und Verantwortung übernehmen, das haben wir zuletzt nicht getan. Es ist unsere Pflicht, die jungen Spieler zu führen. Man kann nicht von den Jüngeren erwarten, dass sie uns retten. Unsere Mittelachse mit mir und William Kvist muss wieder stehen.

. . . das Krisenmanagement : Wir richten den Fokus in dieser Woche auf das Sportliche. Aber klar ist auch, dass wir viele Gespräche führen müssen. Führungsspieler wie Sven Ulreich, Georg Niedermeier, Christian Gentner, Martin Harnik oder ich sind nicht auf Länderspielreise – wir sollten die Dinge klar ansprechen, dürfen aber auch nicht in Aktionismus verfallen.

. . . das fehlende Selbstvertrauen : Mental sind wir zurzeit nicht die Stärksten. Wir sind nicht so weit, dass wir jetzt nach vier verlorenen Spielen hinstehen und sagen: So, jetzt gewinnen wir wieder. Wir müssen uns das Selbstvertrauen erst wieder erarbeiten – im Training und dann im Spiel gegen Bremen. Andererseits hat die Vergangenheit auch gezeigt, dass wir oft unsere besten Spiele gemacht haben, als wir unter Druck standen und richtig in der Scheiße steckten. Das ist schon ein bisschen komisch.

Ich kann es nicht ganz verstehen, warum wir so schlecht in die Rückrunde gestartet sind. Wir haben die beste Vorrunde seit Jahren gespielt, hatten eine gute Vorbereitung und haben uns klargemacht, wie wichtig das erste Spiel in Wolfsburg ist. Dann ging der Schuss nach hinten los, und schon bist du wieder in so einer Negativspirale drin. Wir sind eine Mannschaft, die verdammt schwer zu schlagen ist, wenn sie einen Lauf hat. Wenn es bei uns aber nicht läuft, bekommen wir große Probleme. Wir müssen jetzt die Unkonzentriertheiten und die individuellen Fehler abstellen und uns so das Selbstvertrauen zurückholen.

. . . die schlechte Stimmung im Umfeld : Es ist schwer, einen gute Beziehung zwischen Fans und Spielern aufrechtzuerhalten, wenn du eine Pleitenserie hinlegst. Da ist es normal, dass die Leute pfeifen. Gegen Bremen benötigen wir jetzt die volle Unterstützung.

Klar ist: Der VfB braucht ein Erfolgserlebnis. Ansonsten droht der Absturz und womöglich sogar der Kampf gegen den Abstieg. „Es gibt keine Ausreden mehr“, sagt Tasci, „es müssen Punkte her gegen Bremen.“

 
 
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Kommentare (10)
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FEB
08
Terje, 10:17 Uhr

@ Paul Mayer

Natürlich gehört BL rausgeschmissen. Er passt einfach nicht zum VfB. Die Nachwuchsarbeit ist wesentliche Grundlage des Vereins! Sie müssen sich nur die letzten zehn Jahre ansehen. Wieviel Ablöse brachten eigene Nachwuchsspieler ein? Stellen Sie sich mal folgende Fragen: Wo und was wäre der VfB ohne dieses Geld? Das Stadion, in das Sie vermutlich auch gehen, gäbe es wohl nicht. Auch die sportlichen Erfolge der letzten zehn Jahre sind maßgeblich der eigenen Jugendförderung geschuldet. Ich meine, unser VfB 'lebt' von der eigenen Jugend, zumal das Geld derzeit anscheinend knapp ist. Die Philosophie der jungen Wilden ist nicht nur 'schick', sie ist auch wichtig für den Verein. BL vertritt diese Philosophie in keinster Weise. Daher ist er der falsche Trainer für den VfB.

FEB
06
thomas maier, 19:52 Uhr

alt, jung, schlecht, gut

Es geht nicht darum, nur auf Junge zu setzen. Es geht aber sehr wohl darum, ihnen das Vertrauen zu schenken, das sie stark macht im Fall des Einsatzes. Das wird nicht dadurch erreicht, dass ein Holzhauser x-beliebig eingesetzt wird, sowohl was Position als auch Einsätze überhaupt anbelangt. Dasselbe bei Rüdiger. Wichtig ist, eine Philosophie zu haben. Die im Fall VfB heißen muss: im Zweifel für die Jungen. Nicht dagegen. Labbadia ist einer, der auf Erfahrene setzt. Er zweifelt an den Jungen per se. Unterstützt wird er von Bobic, der das mit Aussagen wie 'das ist Erwachsenensport' befeuert. Was sind denn Götze, Reus, Hermann und wie sie alle heißen? Sie sind Anfang 20, und somit im heutzutage besten Fußballalter. Das haben Bobic und Labbadia nicht verstanden, weil 'zu ihrer Zeit' Spieler mit 25 jung waren. Durch die Ausbildung sind sie aber nun der damakliegn Zeit 5 Jahre voraus. Mainz, Leverkusen, Freiburg, Gladbach haben das erkannt - und sind erfolgreich. Ergebnis des Nichtvertrauens sind geradezu willkürliche Einkäufe, die - sobald es geht - Eigengewächsen vor die Nase gesetzt werden. Mit dem Ergebnis, dass sich das Publikum vor Graus abwendet und sich mit den ganzen Japanern, Dänen, Afrikanern usw. nicht identifizieren kann. Das Ganze wiederholt sich solange, bis der Verein akut in Abstiegsgefahr schwebt und - ganz wichtig - kein Geld da ist um irgendwo einzukaufen.. Dann setzt man auf die Jungen, vorher nicht. Aus meiner Sicht müsste eine Jugendverpflichtung verbindlich festgeschrieben werden. Z.B. in der Form, dass mindestens 50 Prozent des Kaders aus in Deutschand ausgbeildeten Spielern zu bestehen hat.

FEB
06
Tschaemp, 16:32 Uhr

Kaptitän spricht Klartext

An exfan: Dortmund war in der ersten Kloppsaison 6. Aber sonst ist Ihr Kommentar, nach meiner Meinung, korrekt!!

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